Nicht sexy, aber wichtig

Jenny Knäble saniert ihren Darm - und erzählt uns warum

11. März 2019 - 16:50 Uhr

von Anna Kriller

Nicht sexy, aber trotzdem wichtig: den Darm in Schuss halten. Zwei Kilogramm Darmbakterien hat jeder von uns. Und die gilt es zu pflegen. Darum raten Experten zur regelmäßigen Darmsanierung. Was das heißt? Die bösen Bakterien sollen raus, die guten wollen wir hingegen stärken. Genau das macht RTL-Moderatorin Jenny Knäble (38) jetzt auch. Mit uns hat sie über ihre 48-Tage-Kur gesprochen.

Darmflora ist verantwortlich für unsere Gesundheit

Wie Forscher in verschiedenen Studien herausgefunden haben, ist unsere Darmflora nicht nur verantwortlich dafür, ob wir Blähungen, Völlegefühl oder Sodbrennen haben, sondern auch für Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, Depression, Allergien oder Akne. Der Darm ist also wesentlich für unsere Gesundheit.

"Mit der Zeit wird die Darmwand vor allem durch Stress und falsche Ernährung löchrig", erklärt Jenny Knäble im Interview mit RTL.de. Die Gefahr: Neben wichtigen Nährstoffen können so auch Giftstoffe in unsere Blutbahn gelangen.

Ein Grund mehr, das ungeliebte Organ gut zu behandeln. Wie das geht? Mit der richtigen Ernährung. Jenny Knäble hat sich darum für eine Darmsanierung entschieden. 48 Tage lang verzichtet sie auf falsche Kohlenhydrate, Milchprodukte, Alkohol und Zucker. Stattdessen stehen Fisch, Nüsse, Ingwer und ganz viel Gemüse auf dem Speiseplan. "Das ist tatsächlich eine Herausforderung", sagt Jenny. "Aber es geht." Nach 48 Tagen soll der Körper dann eine Veränderung in Darmflora, Immunsystem und im Stoffwechsel eingeleitet haben.

Böses raus, Gutes rein

Insgesamt darf die 38-Jährige während der Darmsanierung etwa 20 Mahlzeiten pro Woche zu sich nehmen, also zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag. Konkret sieht das in Jennys Alltag so aus: Als "Guten Morgen Deutschland"-Moderatorin steht sie um 2 Uhr morgens auf. Statt Frühstück trinkt sie morgens viel Wasser, schwarzen Kaffee und Ingwertee. Gegen 12 Uhr mittags gibt's dann ein sehr spätes Frühstück mit Rührei, Gemüse und Avocado und gegen 18 Uhr noch mal viel Gemüse mit Fisch oder Hühnchen.

Ziel der Darmsanierung ist es, mögliche Ablagerungen an den Darmwänden zu entfernen, mögliche Entzündungsprozesse der Darmschleimhaut zu lindern und die Darmflora anschließend neu aufzubauen. Schädliche Bakterien sollen so reduziert und ausgeschieden, gute dafür gestärkt werden. Unterstützend können hierbei Nahrungsergänzungsmittel wirken.

Noch hat Jenny den größten Teil der Challenge vor sich. Über ihre Erfahrungen schreibt sie regelmäßig bei Instagram und in ihrem Blog. Ihr Ziel für die Kur? Bewusster essen, fitter sein, gesund bleiben und "einfach mehr Energie haben". Naja, und dann ist das Thema Darm doch gar nicht mehr so unsexy wie gedacht…