Hitzewelle setzt Deutschland zu

Nicht schon wieder! Zwei Mädchen (13, 8) am Wochenende ertrunken

22. Juni 2021 - 15:18 Uhr

Mindestens 18 Menschen ertranken innerhalb von nur wenigen Tagen

Einmal kurz abkühlen im See oder im Fluss: Was ungefährlich klingt, wurde für manche Badegäste in den letzten Tagen lebensgefährlich – in einigen Fällen sogar tödlich. In Sachsen im Filzteich bei Schneeberg ertrank am Sonntagnachmittag ein 74-jähriger Rentner, er war beim Schwimmen nicht wieder aufgetaucht.

13-jähriges Mädchen im Norden ertrunken

Feuerwehr und Rettungskräfte starteten zusammen mit vielen Badegästen eine große Suchaktion, der Einsatzleiter bat über Lautsprecher um freiwillige Unterstützung. In kurzer Zeit kam eine etwa hundert Meter lange Menschenkette zusammen, die schwimmend den Teich absuchte. Dabei konnte der Mann aber nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

Auch im Norden häufen sich die Badeunfälle. Ein 13 Jahre altes Mädchen ist am Sonntagvormittag im Einfelder See bei Neumünster tot aufgefunden worden. Ein 19-Jähriger konnte am Sonnabend nur noch tot aus dem Müssener See (Kreis Herzogtum-Lauenburg) geborgen werden. In Kollmar (Kreis Steinburg) wird direkt gegenüber des niedersächsischen Drochtersen (Landkreis Stade) seit Sonnabendnachmittag eine Neunjährige vermisst, die in der Elbe baden wollte.

Mindestens 18 Badetote in den vergangenen Tagen

Auch bei Badeunfällen in Baden-Württemberg sind am Wochenende drei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Mädchen. Die Achtjährige ertrank in einem Mannheimer Badesee, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Mutter des Kindes hatte es am Samstag als vermisst gemeldet, nachdem sie es längere Zeit nicht gesehen hatte.

Ein Rettungstaucher fand das leblose Mädchen am späten Samstagabend unter der Wasseroberfläche des Sees. Das Kind starb den Angaben zufolge wenig später in einer Klinik. Eine Reanimation blieb erfolglos.

Mindestens 18 Menschen sind in den vergangenen Tagen beim Baden in Seen oder Flüssen ums Leben gekommen.

In den Niederlanden sind zwei Mädchenleichen angespült worden. Ob es sich dabei um die beiden vermissten Mädchen (13, 14) aus Duisburg handelt ist noch unklar.

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