Neue Studie zeigt dramatische Erkenntnis

Medikamente sind größtenteils wirkungslos gegen Omikron-Variante

Die Virus-Variante Omikron ist in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Foto: Symbolbild.
Die Virus-Variante Omikron ist in Deutschland immer weiter auf dem Vormarsch. Foto: Symbolbild.
© imago images/Christian Ohde, CHRISTIAN OHDE via www.imago-images.de, www.imago-images.de

13. Januar 2022 - 10:47 Uhr

Gegen die früheren Virus-Varianten gibt es bereits viele hochwirksame Medikamente auf Antikörper-Basis. Die Omikron-Variante jedoch ist anscheinend gegen die meisten dieser Medikamente resistent. Das belegt die neue Studie eines Forschungsteams aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Deutschen Primatenzentrum in Göttingen, der Medizinischen Hochschule Hannover, der Universitätsmedizin Göttingen, der FAU sowie des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig.

Geimpft und Genesen – doch gegen Omikron weniger geschützt

Die wichtigste – und dramatischste – Erkenntnis der Studie: Die meisten der bereits zugelassenen Medikamente auf Antikörper-Basis, die zur Behandlung von Corona-Infizierten zugelassen sind, sind gegen die Omikron-Variante wirkungslos. Lediglich einer der getesteten Antikörper, Sotrovimab, hemmt das Omikron-Spike. Dieses Medikament könnte nun ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung von Omikron-Infizierten werden.

Außerdem konnten die Forscherinnen und Forscher bestätigen, dass Zweifach-Impfung als auch der Booster gegen die neue Virusvariante schwächer wirken als gegen die früheren Virusmutationen. Auch die Antikörper von Genesenen reagieren weniger stark auf Omikron. Die Wissenschaftler betonen, dass die Corona-Medikamente sowie die Impfstoffe nun dringend an die Omikron-Variante angepasst werden müssen.

Doch auch wenn die Impfung gegen Omikron schwächer wirke, sei sie dringend zu empfehlen – zusammen mit den bekannten Corona-Schutzmaßnahmen. "Also heißt die Devise: Lassen Sie sich impfen und holen Sie sich die Booster-Impfung", mahnt Professor Hans-Martin Jäck von der an der Studie beteiligten Universität Nürnberg. (psc)

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