Sie hatte die Füße auf dem Armaturenbrett

Nach Verkehrsunfall: Frau lebte jahrelang ohne Stirn

Nach dem Unfall war Gráinne Kealy  total entstellt. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Unfall hat Gráinne jetzt alle plastischen Operationen hinter sich gebracht.
Nach dem Unfall war Gráinne Kealy total entstellt. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Unfall hat Gráinne jetzt alle plastischen Operationen hinter sich gebracht.
© Facebook, Facebook/Grainne Kealy, Grainne Kealy

23. September 2021 - 14:42 Uhr

Jahre später leidet sie noch unter den Folgen

Es sind Sekunden, die ein Leben für immer verändern: Glatteis auf der Fahrbahn, der Wagen gerät ins Schleudern, prallt gegen eine Mauer. Eine junge Irin hat genau diesen Moment erlebt - und dabei wurde ihr Kopf trotz Airbaigs zertrümmert. Der Grund: Sie hatte die Füße auf dem Armaturenbrett. Noch Jahre später leidet sie unter den Folgen. Im Interview mit "Sun" warnt sie andere: Im Auto die Füße immer runter von den Armaturen!

„Jeder Knochen im Gesicht gebrochen“

Gráinne Kealy saß 2007 auf dem Beifahrersitz des Jeeps ihres Freundes. Sie hatte ganz lässig die Füße auf das Armaturenbrett gelegt, als der Wagen bei Glatteis ins Schleudern geriet. Durch das Eis kam der Wagen von der Fahrbahn ab und prallte mit 120 Kilometer pro Stunde gegen eine Mauer. Obwohl die Airbags durch den Aufprall ausgelöst wurden, drückte die Wucht des Aufblasens Gráinnes Füße gegen ihr Gesicht, dabei wurde "jeder Knochen im Gesicht gebrochen". Die Irin war zu diesem Zeitpunkt gerade mal 22 Jahre alt.

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2009 wurde Gráinne eine neue Stirn einsetzen, maßgefertigt aus italienischer Keramik.
2009 wurde Gráinne eine neue Stirn einsetzen, maßgefertigt aus italienischer Keramik.
© Facebook, Facebook/Grainne Kealy, Grainne Kealy

Erfolgreiche Operation - dann Komplikationen

Sie habe nichts anstelle ihrer Stirn, ihr Kopf sei eingesunken gewesen, erzählt Gráinne. "Sie sagten mir, dass ich mein Gesicht nach innen und nach oben gedrückt hatte und dass sie im Grunde alles herausziehen und wieder zusammensetzen müssten." Obwohl die Operation erfolgreich verlief, musste Gráinne ein Jahr später erneut ins Krankenhaus, nachdem es Komplikationen gegeben hatte. Schließlich wurde ihr 2009 eine neue Stirn einsetzen, maßgefertigt aus italienischer Keramik.

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Gráinne kämpft mit einer Hirnverletzung

Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Unfall hat Gráinne endlich die alle plastischen Operationen hinter sich gebracht. Ihre Ärzte sagen, sie seien mit ihren Fortschritten zufrieden. Doch die bleibenden Folgen des dramatischen Unfalls sind immer noch präsent. Gráinne kämpft mit einer Hirnverletzung. Sie erzählt der "Sun": "Ich verliere ständig die Worte, wenn ich mitten in einem Gespräch bin. Das kann mir 20 Mal am Tag passieren. Ich bekomme Kopfschmerzen, wenn zu viele Leute um mich herum reden, und manchmal fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren." Deswegen warnt sie jetzt auch auf Facebook mit ihrer Geschichte: Füße immer runter vom Armaturenbrett! (ija)