Wahrscheinlich von Spinne gebissen

6-Jährige bekommt Abszess - so groß wie eine Mandarine

11. September 2020 - 15:25 Uhr

Nach Emilys Leid will Mutter Ashley andere Eltern warnen

Es sollte ein schöner Tag auf dem Rummel werden, doch wenig später landet die kleine Emily-Jane Stuart aus Fraserburgh in Schottland in der Notaufnahme. Der Grund: Wahrscheinlich der Biss einer Spinne. Die stecknadelgroße Wunde wirkt zunächst harmlos – doch zwei Tage breitet sie sich immer weiter über den Oberarm der Sechsjährigen aus, wird zu einer riesigen Blase. Noch Monate später leidet Emily-Jane unter der Verletzung – wie sehr, sehen Sie im Video.

Nach Emily-Janes Not-OP warnt ihre Mutter Ashley Simpson jetzt andere Eltern, Stiche und Bisse von Insekten nicht zu verharmlosen.

Aus kleiner Bissspur entwickelte sich riesiger Abszess

Im vergangenen Sommer vergnügte sich Emily-Jane gerade auf einer Wasserrutsche, als sie wahrscheinlich von dem Krabbeltier gebissen wurde. Um welche Art es sich dabei handelte, ist nicht bekannt.

Zunächst entwickelte sich nur eine Rötung, doch die Schmerzen der Kleinen wurden schnell schlimmer. "Ich brachte sie am nächsten Tag ins Krankenhaus. Sie schmierten nur etwas Creme darauf und verbanden die Stelle", so Mutter Ashley im Interview mit der Nachrichtenagentur "Kennedy News and Media".

Doch das half nichts: Die Wunde wurde immer größer, entwickelte sich zu einer riesigen Blase. "Sie versuchten, die Blase zum Platzen zu bringen, aber sie war völlig außer sich und weinte." Als Emily-Jane schließlich operiert wurde, war die Wunde bereits größer als eine Mandarine.

Wunde am Arm blieb monatelang geöffnet

Doch nach dem Eingriff waren die Qualen für das kleine Mädchen noch lange nicht vorbei: Insgesamt vier Monate lang hatte Emily-Jane eine offene Wunde, der gesamte Heilungsprozess dauerte fast ein halbes Jahr, das mit sehr viel Schmerz und Tränen verbunden war. Insgesamt 25 Mal musste die Sechsjährige ins Krankenhaus, bis die Antibiotika, die sie bekam, endlich Wirkung zeigten. 

"Sie ist jetzt sehr wachsam bei Krabbeltieren", so Mutter Ashley. "Jedes Mal, wenn sie eine Spinne sieht, fängt sie an zu weinen. Bei allen Insekten bekommt sie Panik, heult, wenn sie ihr zu nahe kommen, und ruft nach mir. Für eine Fünfjährige war das alles schwer zu verarbeiten."

Mutter warnt: Stiche und Bisse nie verharmlosen

Ashley warnt jetzt andere Eltern davor, dass sie wachsam bei Krabbeltieren im Garten sein sollen. Bisse sollten Eltern direkt untersuchen zu lassen, egal wie klein sie anfangs erscheinen – und bei Zweifeln eine zweite ärztliche Meinung einholen: "Sie wollten nichts unternehmen, bis ich mich endlich durchgesetzt hatte. Es eskalierte wirklich schnell, das war eine Sache von Tagen."

Besonders bei einer Allergie können Insektenstiche sogar lebensbedrohlich werden.

Zu wissen, welches Tier zugebissen oder -gestochen hat, kann schon viel helfen. Wie Sie das herausfinden, erklären wir hier.