Nach positivem Corona-Test

Mutter steckt Sohn in den Kofferraum - keine Anklage!

US-Mutter Sarah B. hat ihrem Sohn nach einem positiven Corona-Schnelltest in den Kofferraum gesteckt.
US-Mutter Sarah B. hat ihrem Sohn nach einem positiven Corona-Schnelltest in den Kofferraum gesteckt.
© Harris County Sheriff's Office

14. Januar 2022 - 14:08 Uhr

Mutter kommt ungeschoren davon

In Texas musste eine Frau vor Gericht, weil sie ihren Sohn nach einem positiven Corona-Test-Ergebnis in den Kofferraum ihres Wagens gesteckt hatte. Jetzt entschied ein Richter, dass die Mutter, eine Lehrerin, nicht angeklagt wird.

Houston (Texas): Zeugen hörten Geräusche aus Kofferraum

Bereits am 3. Januar geriet die 41-jährige Sarah B. in die unangenehme Situation: Ihr 13-jähriger Sohn machte zuhause einen Corona-Schnelltest. Dieser war positiv. Um sich selbst nicht anzustecken, sperrte die Frau ihren Sohn in den Kofferraum und fuhr mit ihm zu einem Testzentrum. Das berichten mehrere amerikanische Medien.

Hier hörten Zeugen dann Geräusche aus dem hinteren Teil ihres Wagens. Und tatsächlich: Darin befand sich der Teenager. Ein Mitarbeiter des Testzentrums rief die Polizei.

Richter: Keine Anklage

Trotz des Urteils ist B. noch nicht aus dem Gröbsten heraus, wie die Staatsanwälte in einer Erklärung mitteilten und die "New York Post" berichtet. Die Staatsanwaltschaft könnte den Fall vor eine Grand Jury zu bringen. "Wir respektieren das Urteil des Richters und werden unsere Arbeit fortsetzen", sagte der Sprecher des Bezirksstaatsanwalts von Harris County, Dan Schiller dem Bericht zufolge.

B. arbeitet seit 2011 als Lehrerin. Sie wurde nach dem Vorfall, der in den USA für großes Aufsehen sorgte, in "Verwaltungsurlaub" versetzt. (lth)