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Nach Plagiatsvorwürfen im Sommer: Annalena Baerbocks Buch wird nicht mehr gedruckt

Nach Plagiatsvorwürfen

Annalena Baerbocks Buch wird nicht mehr gedruckt

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Annalena Baerbocks Buch wird künftig nicht mehr gedruckt.
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Keine Überarbeitung mehr

Eigentlich wollte Annalena Baerbock ihr in die Kritik geratenes Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ überarbeiten. Das wird aber jetzt nicht mehr passieren. Und deshalb wird das Buch künftig nicht mehr gedruckt werden. Das hat die Grünen-Chefin selbst entschieden, teilte der Ullstein-Verlag am Donnerstag in Berlin mit.

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In die Kritik geraten

"Der Wahlkampf und die nachfolgenden Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen haben nicht den Raum für die notwendigen Ergänzungsarbeiten gelassen“, erklärte Baerbock nun über den Verlag und ergänzte: „Es ist absehbar, dass sich dies in den kommenden Monaten nicht ändern wird.“

Bereits gedruckte Exemplare würden noch verkauft, sagte eine Verlagssprecherin der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage. Nach ihren Angaben ist das eBook hingegen ab sofort nicht mehr lieferbar.

Baerbocks Buch war am 21. Juni veröffentlicht worden. Bald darauf machte der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber auf eine Reihe von Stellen aufmerksam, an denen sich auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Werken finden.

17.06.2021, Berlin: Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, sitzt zu Beginn der Vorstellung ihres Buches «Jetzt. Wie wir unser Land erneuern» mit einem Exemplar in der Hand auf der Bühne. Foto: Christoph
Im Juni hatte Baerbock ihr Buch präsentiert.
christoph soeder jai, dpa, Christoph Soeder

Baerbock verteidigte Buch zunächst

Sowohl Baerbock als auch ihre Partei und der Verlag verteidigten das Buch zunächst. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sprach in einer ersten Reaktion sogar von „Rufmord“. Den Vorwurf der Urheberrechtsverletzung wiesen sowohl die Grünen als auch der Ullstein-Verlag zurück. In dem Buch gibt es keine Fußnoten und auch kein Quellenverzeichnis. Der Ullstein-Verlag erklärte im Juli, dass es aber Quellenangaben im Text gebe, die nun für mögliche weitere Auflagen ergänzt würden.

Mitte August hatte Baerbock im ARD-Sommerinterview gesagt, ihr nächstes Werk solle eine Überarbeitung des kritisierten Buchs sein: „Das nächste Buch ist die Überarbeitung des diesigen Buchs, weil ich dabei Fehler gemacht habe.“

Am Donnerstag ließ sich Baerbock vom Verlag mit den Worten zitieren: "Wie in dem Buch deutlich gemacht, braucht unser Land eine Modernisierung für eine gute Zukunft. Dafür möchte ich in den nächsten Jahren das mir Mögliche beitragen.“ (xst, dpa)