Innensenatorin: „Die Lage ist ernst”Bremen wird immer häufiger ausspioniert

Innensenatorin Eva Högl
Eva Högl (SPD) stellt am Montag 29. Juli 2026 den Verfassungsschutzbericht 2025 vor
Sina Schuldt/dpa

Bremen im Fokus von Spionage und Extremismus
Spionage, Sabotage, Extremismus und Desinformation: Nach Einschätzung des Bremer Verfassungsschutzes steht das kleinste Bundesland vor wachsenden sicherheitspolitischen Herausforderungen. Bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025 warnt Innensenatorin Eva Högl (SPD) vor einer zunehmenden Bedrohung der Demokratie.

Bremen im Visier

Besonders sogenannte hybride Bedrohungen bereiten den Sicherheitsbehörden Sorgen. Dazu zählen unter anderem Spionage, Sabotage und gezielte Desinformationskampagnen. Nach Angaben der Innensenatorin gerät Bremen wegen seiner besonderen Bedeutung zunehmend ins Visier.

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Der Hafen in Bremerhaven gilt als wichtige NATO-Drehscheibe, außerdem spielt das Land eine zentrale Rolle in der Raumfahrt. „Unser Frieden, unsere Freiheit, unsere Demokratie, unser Rechtsstaat waren wohl schon lange nicht mehr so unter Druck“, sagt Eva Högl bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts.

Video-Tipp: Bedrohung aus dem Internet

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Extremismus bleibt große Herausforderung

Laut Verfassungsschutz ist Bremen weiterhin mit unterschiedlichen Formen des Extremismus konfrontiert. Besonders auffällig seien im bundesweiten Vergleich die islamistische und die linksextremistische Szene. Dem islamistischen Spektrum werden aktuell rund 580 Personen zugerechnet und auch die Zahl gewaltorientierter Linksextremisten ist zuletzt von 250 Menschen auf 280 gestiegen.

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Die größte Bedrohung geht nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden jedoch weiterhin vom Rechtsextremismus aus. Verfassungsschutzchef Thorge Koehler betont zudem, dass sich antisemitische Ideologien durch verschiedene extremistische Strömungen ziehen: „Wir haben es im Rechtsextremismus, wir haben es im Islamismus, wir haben es im auslandsbezogenen Extremismus und wir haben es eben auch in Teilen des Linksextremismus.“

Verwendete Quelle: dpa