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Nach Drohanruf kurz vor dem Super Bowl: USA stoppen Einfuhr von Avocados aus Mexiko

Nach Drohanruf kurz vor dem Super Bowl

USA stoppen Einfuhr von Avocados aus Mexiko

ichoacan produced nearly 1.5 million tons of avocado in 2016, according to the federal government's annual agricultural records. Uruapan, accounted for 10.5 percent of the state's total production of the so-called "green gold," as the vegetable-like
Mexico ist der weltgrößte Avocado-Produzent.
Photoshot | David de la Paz, picture alliance

Ausgerechnet kurz vor dem Super Bowl kam es in den USA zum Guacamole-Ausnahmezustand: Der weltgrößte Avocado-Produzent Mexiko darf bis auf weiteres keine Avocados in die USA liefern. Wie aus einer Mitteilung des mexikanischen Landwirtschaftsministeriums hervorging, stoppte der nördliche Nachbarstaat die Einfuhr der grünen Früchte, nachdem ein US-Kontrolleur für Tier- und Pflanzengesundheit im mexikanischen Bundesstaat Michoacán einen Drohanruf erhalten hatte.

Guacamole-Alarm in den USA

Der Importstopp wurde ausgerechnet am Wochenende des Football-Finales Super Bowl bekannt, an dem besonders viele Menschen in den USA traditionell die Avocado-Creme Guacamole zubereiten.

Michoacán, der einzige mexikanische Bundesstaat, der von den US-Behörden voll zum Export von Avocados berechtigt ist, leidet wie ganz Mexiko unter vielen Gewalttaten. Die Gewalt geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die in Drogenhandel oder Entführungen verwickelt sind und sich Verteilungskämpfe liefern. Die Regierung schickte unter der Woche rund 1000 Soldaten nach Michoacán.

In den vergangenen sechs Wochen hatten Produzenten aus dem im Westen gelegenen Bundesstaat dem Landwirtschaftsministerium zufolge 135.000 Tonnen Avocado in die USA exportiert. In Mexiko, wo Avocados eine kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung haben, werden pro Jahr rund 1,5 Millionen Tonnen Avocado geerntet.

Der Gouverneur von Michoacán, Alfredo Ramírez Bedolla, sagte die Unterstützung für die Avocado-Produzenten und -Verpacker zu. „Wir werden die notwendigen Schritte unternehmen, damit der Export (...) bald wieder aufgenommen werden kann“, schrieb er auf Twitter. (dpa/aze)

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