Jetzt ist sie zufrieden und dankbar

Diagnose Brustkrebs: Uta ließ sich mit 40 beide Brüste entfernen

Uta Melle aus Berlin: Mit 40 bekam sie die Diagnose Brustkrebs. Heute ist sie 52, dankbar und zufrieden. Am Strand trägt sie selbstbewusst nur ein Bikini-Höschen.
Uta Melle aus Berlin: Mit 40 bekam sie die Diagnose Brustkrebs. Heute ist sie 52, dankbar und zufrieden. Am Strand trägt sie selbstbewusst nur ein Bikini-Höschen.
© instragram /utamelle, Uta Melle

04. Oktober 2021 - 16:40 Uhr

Schockdiagnose mit 40

Krebs lag bei ihr in den Genen, denn auch ihre Mutter hatte Brustkrebs. Mit 40 erhielt dann auch Uta Melle aus Berlin die schreckliche Diagnose. Da sie einen schlimmen Verlauf der Krankheit bereits bei ihrer Mutter miterleben musste, stand für Uta fest: Sie wollte keine Gefahr eingehen.

Zuerst ließ sie sich beide Brüste entfernen

Als sie kurz vor ihrem 40. Geburtstag die Diagnose erhalten hatte, habe Uta für sich entschieden, dass sie ihre Brüste schnell weg haben wollte. Das erzählt sie im Interview mit BZ Berlin. Zwar habe sie ihre Brüste immer geliebt, aber sie habe die Frauen nie verstanden, die mehr um ihre Brüste als um ihr Leben kämpfen.

Ein Jahr später folgten die Eierstöcke

Da ihr das Risiko, nochmals an Krebs zu erkranken, aber immer noch zu hoch erschien, habe sich Uta ein knappes Jahr später dazu entschieden, sich auch noch die Eierstöcke entfernen zu lassen. Gegenüber BZ Berlin sagt sie: "Es sollte alles raus, was den Krebs hätte begünstigen können."

Selbst das Risiko, dass sie durch diesen Eingriff ihre Libido verlieren könnte, habe sie nicht davon abhalten können, diesen Schritt zu gehen. Zwar hat der Libidoverlust nach er OP dann auch tatsächlich stattgefunden, wie Uta im Interview erzählt, aber sie habe nach einer Zeit gelernt, dass dadurch nicht die Liebe weg sei. Denn die Liebe sei ein Gefühl und der Libidoverlust eine rein körperliche Geschichte.

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Heute ist Uta 52, zufrieden und dankbar

Das alles ist jetzt zwölf Jahre her. Uta ist heute eine zufriedene Frau. Mit ihrem Aussehen geht sie selbstbewusst um. Wie sie sagt, trägt sie manchmal extra weit ausgeschnittene Shirts, bei denen man ihre Narben sehen kann. Zwar würden manche Menschen ab und zu angewidert gucken, was sie dann auch trifft, aber eigentlich, so sagt Uta, tun ihr diese Menschen dann eher leid. Denn Uta sagt heute über sich selbst: "Ich habe eine kaputte Niere, Epilepsie und Brustkrebs überlebt und bin zufrieden und dankbar." (vho)