Trotz aller Freude

Warum Sie keine Bilder von Ihrem Impfpass posten sollten!

Auch wenn die Freude groß ist und man alle daran teilhaben lassen möchte: Bilder des Eintrags der Covid-19-Impfung im Impfpass sollte man nicht in sozialen Netzwerken teilen.
Auch wenn die Freude groß ist und man alle daran teilhaben lassen möchte: Bilder des Eintrags der Covid-19-Impfung im Impfpass sollte man nicht in sozialen Netzwerken teilen.
© imago images/CHROMORANGE, Matthias Stolt via www.imago-images.de, www.imago-images.de

24. April 2021 - 10:08 Uhr

Gegen Corona geimpft? Foto posten ist okay - aber bitte nicht mit Impfausweis!

Die Freude ist groß – klar, dass man diese auch mit der Welt teilen möchte: Viele bereits Geimpfte posten bei Social Media ein Foto ihres Impfpasses, quasi als bildliche Bestätigung für die Corona-Impfung. Doch bei aller Erleichterung – das ist keine gute Idee. Aus zwei Gründen.

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Gesundheitsdaten verschaffen Kriminellen leichtes Spiel

"Bitte posten Sie keine Fotos der Inhalte Ihres #Impfpasses!", warnte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Donnerstag bei Twitter.

Die Gründe: Zum einen handele es sich um sensible Gesundheitsdaten, die man generell nicht öffentlich teilen sollte. Zum anderen könnten Kriminelle sich diese Daten über ein Foto zunutze machen und mit den dort sichtbaren Daten wie Chargennummer, Stempel und Unterschrift der Praxis gefälschte Impfpässe herstellen oder die Infos auf andere Art und Weise missbrauchen.

Impfpässe nicht fälschungssicher

Um Fälschern keine Chance zu geben, werden die Rufe nach einem digitalen Impfausweis lauter. "Viele Büchereiausweise sind fälschungssicherer als die aktuell im Umlauf befindlichen Impfausweise", so Thorsten Urbanski, Sicherheitsexperte bei ESET in einer Pressemitteilung der Nachrichtenagentur "pressetext". "Derzeit gibt es in Deutschland keinen fälschungssicheren Impfausweis. Auch die Aufkleber nach erfolgter Erst- und Zweitimpfung öffnen Betrügern Tür und Tor. Hier müssen schleunigst vertrauenswürdige und vor allem sichere digitale Lösungen her."

Das ARD-Magazin "Report Mainz" hatte zuletzt auf den illegalen Handel mit gefälschten Impfpässen aufmerksam gemacht. Gefälschte Impfpässe wurden hier angeblich vom Frankfurter Impfzentrum ausgestellt und im Internet zum Kauf angeboten. Die Fälschungen enthielten dem Bericht zufolge Einträge über Covid-19-Impfungen inklusive vermeintlich echter Aufkleber mit Chargennummer, Stempel und Unterschriften. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erstattete als Betreiber des Zentrums Anzeige gegen Unbekannt. Auch das Hessische Landeskriminalamt (LKA) warnte daraufhin vor gefälschten Impfausweisen.

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