Mythos aufgeklärt

Brauner Fleck im Eigelb: Sollte DAS wirklich mal ein Küken werden?

Handelt es sich bei dem kleinen braunen Punkt im Eigelb oder Eiweiß wirklich um einen Embryo?
Handelt es sich bei dem kleinen braunen Punkt im Eigelb oder Eiweiß wirklich um einen Embryo?
© Getty Images

25. August 2021 - 10:28 Uhr

Haben Sie den braunen Fleck schon mal bemerkt?

Bei Veganern vermutlich eher unbeliebt, beim Rest der Welt sind Eier ein Muss beim Backen und Kochen. Egal ob als Frühstücksei oder als Zutat im Kuchen – sie schmecken einfach immer. Ein regelrechter Mythos herrscht jedoch um den braunen Punkt, den der ein oder andere vielleicht schon mal sowohl im Eigelb als auch im Eiweiß bemerkt haben dürfte. Was hat es damit auf sich? Ist das wirklich der Embryo, der einmal zum Küken geworden wäre?

Das verbirgt sich wirklich hinter dem braunen Fleck

Beim Zubereiten unsere Lieblingsgerichte, beim Backen der Weihnachtsplätzchen oder aber auch beim Einkaufen der lebenswichtigen Nahrungsmittel – so gut wie überall stoßen wir auf Eier. Haben Sie beim Aufschlagen allerdings schon mal einen kleinen, braunen Punkt bemerkt? Er schwimmt entweder auf dem Eigelb oder auf dem Eiweiß, ist manchmal sehr auffällig und manchmal kaum zu sehen. Viele Menschen gehen davon aus, dass es sich um den sogenannten Hahnentritt handelt, den Keimfleck, den viele als Embryo vermuten. Igitt, verzehren wir also etwa ungeborene Küken? Die Antwort lautet: Nein! Der Hahnentritt ist ein Fleck Blut oder Gewebe, das aus dem Darm der Henne stammt.

Die kleinen Partikel Blut oder Gewebe können vor allem bei älteren Hennen in das Ei gelangen, bei rund 15 Prozent der Eier kann man den braunen Fleck entdecken, so die Verbraucherzentrale Bayern. Und: Er ist total harmlos. Eier, bei denen Sie den braunen Punkt entdecken, können Sie also problemlos verzehren. (vdü)

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