Neue Studie im Hinblick auf mögliche Covid-19-Erkrankung

Mit diesen drei Vitaminen helfen Sie Ihrem Immunsystem

Eine ausgewogene Ernährung hilft dabei, sich ausreichend mit wichtigen Vitaminen zu versorgen.
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29. Oktober 2020 - 12:00 Uhr

Drei Kandidaten bei Atemwegserkrankungen

Eine gute Vitaminversorgung stärkt das Immunsystem, das ist längst bekannt. Britische Forscher haben sich die Wirkung nun noch einmal gezielt für Atemwegserkrankungen angesehen, um Rückschlüsse für das Coronavirus zu ziehen. Besonders geraten dabei Vitamine ins Blickfeld, die bei anderen Infekten als hilfreich gelten. Dabei überzeugen drei Kandidaten - und einer fällt durch.

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Forscher werteten Daten einer großen Ernährungsstudie aus

Ob Vitamine gegen Atemwegsinfektionen und -beschwerden helfen, haben Suzana Almoosawi vom Imperial College London und Luigi Palla vom Global Centre for Nutrition and Health in Cambridge untersucht. Sie konzentrierten sich dabei auf die Vitamine A, C, E und D. Diese gelten als besonders wichtig im Zusammenhang mit einer möglichen Covid-19-Erkrankung. Vitamin A soll die Schleimhäute stärken und damit das Eindringen von Sars-CoV-2 erschweren. Vitamin C gilt als wichtiger Unterstützer der weißen Blutkörperchen und könnte deshalb bei der Infektionsabwehr helfen. Vitamin E soll Radikale neutralisieren und die Produktion von Immunbotenstoffen anregen. Für Vitamin D hatten frühere Studien gezeigt, dass es das Infektionsrisiko bei Erkältungen verringern kann.

Für ihre Studie werteten die britischen Forscher Daten von 6115 Teilnehmern einer großen Ernährungsstudie aus den Jahren 2008 bis 2016 aus. Dabei war alles festgehalten worden, was die beobachteten Personen an Lebensmitteln, Getränken oder Nahrungsergänzungsmitteln zu sich genommen hatten. Außerdem wurde erfasst, ob Studienteilnehmer Infektionen von Hals, Lunge oder Bronchien, Atemnot oder auch Asthma hatten.

Vitamin C hilft nicht bei Atemwegsinfekten

Dabei wurde festgestellt, dass Teilnehmer, die gut mit den Vitaminen D, E und A versorgt waren, deutlich seltener an Atemwegsbeschwerden litten. Als gut mit Vitaminen versorgt galten diejenigen, die mit der Nahrung oder Ergänzungsmitteln den empfohlenen Tagesbedarf deckten oder übertrafen. "Die Aufnahme dieser Vitamine war mit einer geringeren Häufigkeit von Atemwegsbeschwerden verknüpft", berichten Almoosawi und Palla. 33 Teilnehmer, die solche Erkrankungen entwickelten, nahmen weniger Vitamine mit der Nahrung auf und keine Nahrungsergänzungsmittel.

Das Ergebnis hatte auch Bestand, nachdem andere Faktoren wie Alter, Geschlecht, Body-Mass-Index, Einkommen und Rauchen berücksichtigt wurden. Keinen Zusammenhang konnten die Wissenschaftler zwischen einer Vitamin-C-Einnahme und dem Risiko für Atemwegserkrankungen feststellen. Das bestätigt Ergebnisse früherer Studien, in denen bereits gezeigt wurde, dass das vermeintliche Erkältungsvitamin nicht gegen Atemwegsinfekte wirkt.

15 Prozent haben Vitamin-D-Mangel, 40 Prozent leicht unterversorgt

So belegten Studien, dass Vitamin E die T-Zell-basierten Immunfunktionen verstärkt. Vitamin D fördert die Aktivität der Fresszellen und dämpft die Ausschüttung entzündungsfördernder Botenstoffe. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts haben jedoch in Deutschland rund 15 Prozent der Erwachsenen einen Vitamin-D-Mangel, 40 Prozent sind leicht unterversorgt. Deshalb empfehlen die Wissenschaftler, auf eine ausgewogene Ernährung und eine gute Vitaminversorgung zu achten. Gleichzeitig raten sie jedoch von einer unkontrollierten Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ab, da auch Überdosierungen gesundheitsschädliche Nebenwirkungen haben können.