Bekämpfung des Coronavirus

Mini-Elektro-Schocks als Corona-Killer? Uni Kassel entdeckt Methode gegen Viren

Coronavirus Mutation A symbolic depiction of a viral mutation. 3d illustration.
Coronavirus Mutation A symbolic depiction of a viral mutation. 3d illustration.
© imago images/Alexander Limbach, Alexander Limbach via www.imago-images.de, www.imago-images.de

22. September 2021 - 11:13 Uhr

Elektrische Spannung macht Coronaviren unschädlich

Wenn fliegende Insekten nerven, wird der elektrische Tennisschläger rausgeholt, es brutzelt kurz und schon ist das Insekt aus dem Weg geräumt. Genau so einfach könnte es demnächst auch mit dem Coronavirus gehen: Ein bisschen elektrische Spannung, es macht sssssssst und der Virus ist quasi eliminiert. Zu diesem Ergebnis ist jetzt zumindest ein Forschungsteam der Uni Kassel gekommen, berichtet der "Hessische Rundfunk". Patentiert ist die die neue Methode auch schon.

Plötzlich harmlos: das Virus ohne Stacheln

Ohne dass wir alle Forscher und Wissenschaftler sein müssen, hat vermutlich jeder nach zwei Jahren Corona-Pandemie mitbekommen: Das Corona Virus hat Stacheln und diese Stacheln (Spike-Proteine) docken an unseren Zellen an. Das ist schlecht. Wenn das Virus aber keine Stacheln mehr hat, kann es uns nicht mehr schaden, oder? So zumindest die Theorie. Und um die Stacheln zu eliminieren reicht schon Schwachstrom aus. Also viel weniger Strom als für eine elektrische Fliegenklatsche, wie die "Hessische Rundfunk" berichtet.

Das alles hat das Forschungsteam um Physik-Professor Martin Garcia aus Kassel herausgefunden. Seit Anfang letztem Jahr erforschen die Experten, wie Coronaviren auf elektrische Spannung reagieren. Die Viren sind dann zwar nicht weg, aber unschädlich - und es sei dann kein Problem mehr, wenn man das Virus einatmet, sagt Garcia im Interview mit der "Hessenschau".

Effektiv und ohne viele Zusatzkosten

In der Pressemitteilung der Universität Kassel heißt es, dass die Luftfilter ohne großen Aufwand mit einem Spannungsfeld aufgerüstet werden könnten. Dazu seien keine neuen Anlagen nötig, außerdem sei die Spannungsmethode auf Dauer günstiger, weil sie weniger Energie brauche und eine längere Nutzungsdauer habe.

Laut der "Hessenschau" sind an den weiteren Details für die Anlagen schon Ingenieure der Uni Kassel dran. Denkbar wäre die Methode offenbar auch für Masken, aber auch hier fehlt noch die genaue Anwendung für die Praxis.

Bisher sind die Erkenntnisse aber nur Theorie – die finale, praktische Überprüfung steht noch aus. Doch Gracia und sein Team sind von ihrer Methode überzeugt. Und zwar so sehr, dass Garcia sich seine "Corona-Killer"-Methode schon patentiert hat. Jetzt braucht er nur noch eine Firma, die ihn unterstützt. (hr/cap)