Sie soll die Fotos vom ehemaligen Fußballprofi bekommen haben

Metzelder-Bekannter droht Strafbefehl wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften

Gegen eine Bekannte des ehemaligen Nationalspielers Christoph Metzelder wird offenbar wegen Besitzes von kinderpornografischen Bildern ermittelt. Foto: Andreas Gebert
Gegen eine Bekannte des ehemaligen Nationalspielers Christoph Metzelder wird offenbar wegen Besitzes von kinderpornografischen Bildern ermittelt. Foto: Andreas Gebert
© dpa, Oliver Killig, sab gfh

18. Februar 2021 - 16:13 Uhr

Ermittlungen gegen eine Bekannte von Metzelder

Sie soll die Ermittlungen gegen den ehemaligen Profi-Fußballer Christoph Metzelder erst ins Rollen gebracht haben, jetzt soll die Staatsanwaltschaft offenbar auch gegen eine Bekannte des 40-Jährigen ermitteln. Das berichtete der "Spiegel". Der Frau werde der Besitz kinderpornografischer Schriften vorgeworfen, so der Bericht. Ihr droht jetzt sogar ein Strafbefehl. Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, bestätigte den Bericht auf RTL-Anfrage. Gegen die Frau sei Erlass eines Strafbefehls beantragt worden.

Hat die Frau Metzelder aufgefordert, Bilder zu schicken?

Metzelder soll der Bekannten mehrere Kinderporno-Dateien geschickt haben. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg sagte, dass die Frau den Ex-Fußballprofi zum Teil auch dazu aufgefordert haben soll. Dies werde als Straftat gewertet.

Metzelder wurde wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, einer anderen Person Besitz an entsprechenden Dateien verschafft zu haben.

Frau lehnte Einstellung des Verfahrens gegen Geldzahlung ab

Laut dem "Spiegel"-Bericht soll die Bekannte des Fußballers die Ermittlungen erst ins Rollen gebracht haben, als sie der Polizei meldete, was sie per Whatsapp geschickt bekommen haben soll. Zuvor habe sie aber mehrere Tage abgewartet und soll zuerst mit einem Journalisten in ihrem Bekanntenkreis gesprochen haben. Erst der habe dann die Polizei informiert.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft machte sich die Frau dadurch strafbar, dass sie nicht sofort Anzeige erstattete. Nun droht ihr ein Strafbefehl. Im Sommer sei ihr die Einstellung des Verfahrens gegen sie angeboten worden – gegen eine Zahlung von 300 Euro. Das Geld wollte die Frau nicht zahlen. Sie habe "nichts Strafwürdiges" getan, ließ sie über ihren Anwalt verkünden. Sie habe die Bilder nicht gewollt und sei zur Polizei gegangen, nachdem Metzelder sie ihr geschickt hatte.