Drei Kinder und zwei Erzieherinnen krank!

Profi-Fußballer soll Kinder trotz Corona in Kita geschickt haben

Drei Kinder und zwei Erzieherinnen sollen krank sein, weil ein Profi-Fußballer seine Kinder trotz positiven Corona-Test in die Kita geschickt hat.  (Symbolbild)
Drei Kinder und zwei Erzieherinnen sollen krank sein, weil ein Profi-Fußballer seine Kinder trotz positiven Corona-Test in die Kita geschickt hat. (Symbolbild)
© dpa, Waltraud Grubitzsch

12. April 2021 - 14:55 Uhr

Kita in Meerbusch geschlossen

Ein Profi-Fußballer soll von seiner Corona-Infektion gewusst und seine Kinder trotzdem in ihre Kita in Meerbusch geschickt haben. Jetzt sind offenbar drei Kinder und zwei Erzieherinnen mit dem Virus infiziert. Der Kindergarten musste schließen.

Kinder des Fußballers sollen schon Symptome gehabt haben

Politiker appellieren immer wieder an die Bevölkerung: Geht verantwortungsvoll miteinander um – besonders in Coronazeiten. Doch diese Bitte scheint nicht bei jedem angekommen zu sein. Eigentlich nehmen gerade Profifußballer eine Vorbildfunktion ein. Ausgerechnet einer von ihnen soll jetzt seine mit Covid-19 infizierten Kinder zur Kita geschickt haben, das berichtete die "Rheinische Post (RP)".

Es handle sich um einen namhaften Fußballspieler, der mit seiner Familie in Meerbusch lebe. Er sei schon Ende März positiv auf das Virus getestet worden. Seine Kinder sollen bereits erste Symptome gezeigt haben. Trotzdem spielten sie im Kindergarten mit ihren Spielkameraden und steckten sie offenbar auch an. Hinzu kämen zwei Erzieherinnen, die jetzt mit dem Virus infiziert seien. "Das ist doch unverantwortlich", sagt Jürgen Eimer, Vorsitzender vom Osterather Betreuungsverein (OBV), Träger der erst ein Jahr alten Kindertagesstätte in Osterath der "RP".

Leiter ärgert sich über Verantwortungslosigkeit der Eltern

Der OBV habe dann das Gesundheitsamt eingeschaltet, heißt es in dem Bericht. Das wiederum habe alle Eltern dazu aufgerufen, ihre Kinder testen zu lassen. Eine Selbstverständlichkeit – könnte man denken. Doch von insgesamt 19 betroffenen Kids sollen nur neun zum Test erschienen sein. Eimer ärgert sich in der "RP": "Das ist doch wirklich unverantwortlich, und man kann darüber nur den Kopf schütteln." Auf die Eltern, die ihre Kinder trotz Corona in den Kindergarten gebracht hätten, sei er ziemlich wütend, heißt es. "Man müsste denen eigentlich den Vertrag kündigen", findet er.

Seine Mitarbeiter seien mit AstraZeneca geimpft, mindestens die erste Impfung hätten alle erhalten. Außerdem trügen sie alle den gesamten Tag über einen Mundschutz. Und das, obwohl das gar keine Pflicht sei. Umso ärgerlicher, dass es ein Fußballprofi wohl nicht so genau nahm mit der Vorsicht.

Nur noch getestete Kinder sollen betreut werden

Laut RP haben Jürgen Eimer und seine Kollegen jetzt eine konsequente Entscheidung getroffen: Die Kita bleibt geschlossen – so lang, bis man die Kinder wieder sicher betreuen kann. "Wir warten erstmal ab, ob noch weitere Fälle bekannt werden", heißt es. Das solle später gewährleistet werden, indem man ausschließlich negativ getestete Kinder betreue.

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