Weltmeister ist fassungslos

Mario Götze: Metzelder-Urteil "macht mich wütend"

Metzelder und Götze
Metzelder und Götze
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04. Mai 2021 - 10:05 Uhr

Ex-DFB-Kollegen toben

Ein Urteil, das Empörung auslöst: Nach Lukas Podolski hat auch Mario Götze den Richterspruch gegen Christoph Metzelder scharf kritisiert. Dass der ehemalige Nationalspieler wegen des Besitzes und der Weitergabe von kinderpornographischen Dateien mit einer Bewährungsstrafe davonkommt, macht den Weltmeister von 2014 wütend.

Götze fordert härtere Strafen

"Eine so milde Strafe bei einem so schwerwiegenden Vergehen ruft bei mir großes Unverständnis hervor. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und macht mich wütend. Wenn kleine Kinder und ihre Familien für den Rest ihres Lebens geschädigt werden, müssen so verachtende Taten viel härter bestraft werden", sagte der 28-Jährige im Interview mit der "Bild".

Laut Gerichtsurteil sei es erwiesen, dass Metzelder in 26 Fällen Kinderporno-Dateien weitergegeben habe, auf denen der Missbrauch von Mädchen zu sehen war. Nach Angaben der Richterin habe der Verurteilte ehrliche Reue gezeigt. Zudem habe er eine Therapie begonnen und sei bislang noch nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Deshalb die Bewährungsstrafe.

Strafmilderung! Warum?

"Für solche Taten braucht es meiner Meinung nach viel härtere Gesetze. Wir sprechen über abscheuliche Vergehen an kleinen, wehrlosen Kindern. Dabei ist es egal, ob es sich um prominente oder unbekannte Täter handelt. Mir persönlich fällt es schwer, bei solch ekelhaften Taten Gründe für Strafmilderung verstehen zu können", so Götze.

Schon Ex-DFB-Kollege Podolski hatte wütend auf das Urteil gegen Metzelder reagiert: "Wer sich gegen Kinder versündigt, muss mit aller möglichen Härte des Gesetzes bestraft werden. Noch mal: Es werden Kinder geschädigt! So wie ihre Eltern und Familien! Die Strafe wird dem Vergehen nicht gerecht."

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