Youngster-Debüt vor dem Aus?Comeback-Hammer beim FC Bayern! Neuer und Urbig mischen doch wieder mit

Jonas Urbig of FC Bayern Munchen during the serie UEFA Champions League 2025/26 Round of 16 match between Atalanta BC and FC Bayern Munchen at Gewiss Stadium on March 10, 2026 in Bergamo, Italy (Photo by Giuseppe Maffia/NurPhoto)
Jonas Urbig verletzte sich beim 6:1-Hinspielerfolg in Bergamo.
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Überraschenderweise steht beim FC Bayern in den vergangenen Tagen vor allem eine Person im Fokus: der 16-jährige Leonard Prescott. Weil gleich vier Torhüter verletzt sind, könnte er in der Champions League zu seinem Debüt kommen. Das wird nun eher unwahrscheinlich. Dafür taucht ein anderes Problem auf.

Es schien, als sei die ganze Aufregung überflüssig gewesen. Als Michael Rechner, beim FC Bayern verantwortlich für die Torhüter, am Montag zum Training bat, bewegten sich auf einmal vier Schlussmänner über den Platz. Der 16 Jahre alte Leonard Prescott, der 19 Jahre alte Jannis Bärtl - und neben der Nummer fünf und der Nummer sechs im internen Ranking aber auch die Nummer eins und die Nummer zwei: Manuel Neuer und Jonas Urbig.

Dass Neuer nach seinem erneuten Faserriss in der Wade schon am Mittwoch im Rückspiel des Achtelfinales der Champions League gegen Atalanta Bergamo (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) ins Tor zurückkehrt, ist nicht vorgesehen. Dafür aber ist davon auszugehen, dass Urbig nun doch zur Verfügung steht - acht Tage nach dem Hinspiel in Bergamo (6:1), bei dem er in letzter Minute eine Gehirnerschütterung erlitt. Und falls doch nicht: Wird eben Prescott spielen.

Tatsächlich können die Münchner also so entspannt wie nie in ein Rückspiel der Champions League gehen. 6:1 - noch nie in der Geschichte der Europapokale hat eine Mannschaft einen derart üppigen Vorsprung im Europapokal noch verspielt. Das größte Comeback gelang 2017 dem FC Barcelona im Achtelfinale der Königsklasse: Ein 0:4 bei Paris Saint-Germain drehten die Katalanen durch ein 6:1 im Camp Nou - mit drei Toren ab der 87. Minute.

Größtmögliche Gelassenheit demonstrierten die Bayern auch schon in der Schlussphase des Hinspiels. Die vorbelasteten Joshua Kimmich und Michael Olise holten sich mit kaum zu übersehendem Vorsatz ihre dritte Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb ab - für das Viertelfinale stehen sie damit zur Verfügung. Eine Gelb-Sperre droht Dayot Upamecano und Konrad Laimer - falls sie überhaupt spielen.

Egal, wen Vincent Kompany am Mittwoch auf den Platz schickt: Wer den Trainer kennt, der weiß, dass er vollen Einsatz erwartet. Und sei es nur um zu verhindern, dass die Münchner zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele nacheinander sieglos bleiben. Nicht zur Verfügung stehen neben Kimmich und Olise, für die immerhin Leon Goretzka und Lennart Karl bereit stehen, auf jeden Fall Alphonso Davies und Hiroki Ito, und womöglich auch Jamal Musiala.

Und so scheint das größte Problem für die Bayern erneut der angekündigte bayernweite Warnstreik der Gewerkschaft Verdi zu sein - in München soll der Ausstand des ÖPNV bereits um 11 Uhr am Mittwochvormittag beginnen. Ähnlich war es bereits am 11. Februar, als der deutsche Rekordmeister im Viertelfinale des DFB-Pokals RB Leipzig empfing. Tatsächlich stand sogar eine Verschiebung des Spiels im Raum, um ein Chaos rund um die Arena zu verhindern.

Damals organisierte der Klub allerdings gemeinsam mit der Verkehrsgesellschaft MVG einen Notfallplan. Ob die MVG erneut einen Sonderbetrieb einrichtet, ist bislang noch nicht bekannt.

Verwendete Quellen: ses/sid