Ein Zeichen für den Tierschutz

Mallorca verbietet Tötung von ausgesetzten Hunden und Katzen

© dpa, Franziska Kraufmann

7. Oktober 2019 - 10:40 Uhr

Gesetzesinitiative auf Mallorca und den Nachbarinseln

Heimtiere, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden, dürfen auf Mallorca künftig nicht mehr getötet werden. Die Regierung der Baleareninsel habe pünktlich zum Welttierschutztag am vergangenen Freitag die entsprechende Gesetzesinitiative für Mallorca und die benachbarten Inseln verabschiedet, wie die "Mallorca Zeitung" berichtet.

Adoption von Tieren aus dem Heim soll künftig leichter werden

Bei der aktuellen Gesetzeslage sei der Schutz von Haustieren nicht ausreichend gegeben, so Vertreter der Balearen-Regierung. In einigen Tierheimen oder Auffanglagern wurden ausgesetzte oder abgegebene Tiere nach Ablauf einer Frist eingeschläfert, wenn sie vorher nicht abgeholt wurden oder neu vermittelt werden konnten.

Künftig sollen herrenlose Haustiere wie Hunde und Katzen nur noch eingeschläfert werden dürfen, wenn ein Tierarzt es für medizinisch notwendig hält, so die Regierung - und nicht mehr, weil sie nicht zeitnah vermittelt werden können.

Stattdessen soll das neue Gesetz nun einen rechtlichen Rahmen schaffen, der die Adoption von Tierheimtieren leichter machen soll.

Wie ist die Gesetzeslage in Deutschland?

In Deutschland verbietet das Deutsche Tierschutzgesetz das Töten von Tieren ohne triftigen Grund. Die Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes regelt hierzulande genau, wann Katzen und Hunde in Tierheimen eingeschläfert werden dürfen: Das ist nur möglich, wenn ein Tierarzt schwere, unheilbare Krankheiten feststellt oder das Tier schwere Verhaltensstörungen hat, die es leiden lassen. In solchen Fällen entscheidet eine Kommission aus Tierheimmitarbeitern und Tierärzten über das Schicksal des Tieres, wie der Deutsche Tierschutzbund erklärt.