Kind spricht erstmals über Flugzeugabsturz, den es als Einziges überlebt hat

Umarmung des Vaters rettet Mädchen (11) das Leben: "Er war unglaublich. Ich bin so traurig"

Familie Perdue: Mit Papa Mike.
Familie Perdue: Mit Papa Mike.
© GoFundMe

24. Januar 2022 - 9:55 Uhr

Diese Geschichte grenzt an ein Wunder: Laney Perdue, ein 11-jähriges Mädchen aus Michigan, hat im November 2021 als einzige einen tragischen Flugzeugabsturz überlebt. Gemeinsam mit ihrem Vater Mike und drei Erwachsenen war die Kleine auf dem Weg nach Beaver Island, einer Insel im Michigansee, als sich die Tragödie ereignete, die Maschine stürzte über der Insel ab. Was Laney rettete? Eine Umarmung ihres Vaters. Darüber haben wir bereits berichtet. Jetzt meldet das Kind sich erstmals seit der Tragödie zurück und erzählt, wie es ihm geht.

Eine feste Umarmung wie nie zuvor

"Das Letzte, woran ich mich erinnere, ist, dass mein Vater mich so fest umarmt hat wie nie zuvor. Ich lebe wegen ihm", erinnert sie sich im Interview mit dem Magazin People an die Tragödie im vergangenen November. Schon vor dem Absturz habe sie das Gefühl gehabt, dass sich ihr Vater auf irgendetwas vorbereite, beschrieb Laney die letzten Minuten vor dem Drama.

Das Mädchen überlebte – mit elf gebrochenen Knochen und leichten Verletzungen im Gesicht. Ein Wunder. Nach Angaben von Ersthelfern schützte die Umarmung ihres Vaters sie beim schweren Aufprall. Viel schlimmer als die körperlichen Verletzungen sind die seelischen Folgen. Der Tod ihres Vaters. Von dem die Kleine erst später erfuhr: "Ich wusste irgendwie, dass er nicht überlebt hatte, aber ich war mir nicht sicher. Ich bin einfach heulend zusammengebrochen."

"Ich bin so traurig"

Für die Familie war, ist und bleibt Papa Mike einfach ein Held. Gemeinsam mit ihrer Mutter Christie und ihren drei Geschwistern, Addie, Henrik und Bo, hat sie angefangen, die Erinnerungen an ihren Vater in einem Buch aufzuschreiben. Eine Familienalbum in Andenken an den Papa, um das Ganze irgendwie zu verarbeiten.

Ihr Vater sei der "beste Mädchenvater der Welt" gewesen", sagte Laney. Ein Mann, der "die kleinen Momente im Leben feierte. Jeden Tag wachte er auf und sagte: 'Ihr seid wunderschön. Ihr seid etwas Besonderes. Er war unglaublich. Ich bin so traurig, aber ich weiß, Dad würde wollen, dass es uns gut geht. Er würde wollen, dass wir leben."

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Es ist die größte Tragödie und die größte Freude

Vor allem für Mutter Christie ist der Tod ihres Mannes eine große Herausforderung. Emotional. Finanziell. Als alleinstehende Mutter mit drei Kindern bedeutet jeder Tag ein großer Kampf. Was ihr Kraft und Mut gibt, sind ihre Kinder: "Es ist die größte Tragödie und die größte Freude. Wir haben Mike verloren, aber wir haben Laney behalten."

Für die Familie wurde mittlerweile eine Spendenkampagne eingerichtet. Bislang kamen rund 150.000 Euro zusammen. Den Vater kann alles Geld der Welt nicht ersetzen. (tme)