Alle aktuellen Entwicklungen im ÜberblickLIVETICKER: Reisechaos 2022 - NRW-Ferien-Endspurt ohne Chaos

30.07.2022, Nordrhein-Westfalen, Köln: Normaler Betrieb herrscht an den Sicherheitskontrollen des Flughafens Köln/Bonn. Der Flughafen meldete am Morgen des vorletzten Ferien-Wochenendes Wartezeiten zwischen 30 und 60 Minuten. Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Aufatmen an den großen nordrhein-westfälischen Flughäfen!
mb kde, dpa, Marius Becker

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Vera Dünnwald
Vera Dünnwald

NRW-Ferien-Endspurt ohne Chaos auf Flughäfen, Straßen und Bahnhöfen 

Aufatmen an den großen nordrhein-westfälischen Flughäfen: Nach wochenlangem Ärger über extrem lange Warteschlangen und kurzfristige Flugausfälle erlebten die meisten Reisenden am vorletzten Ferienwochenende im bevölkerungsreichsten Bundesland fast unverhofft Normalbetrieb. 
Sandy Liesen
Sandy Liesen

Neuer Warnstreik am Flughafen München

Zwei Wochen nach dem erfolgreichen Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals mitten in den Sommerferien ruft die Gewerkschaft Verdi schon wieder zu einem Warnstreik am Flughafen München auf. Ziel ist jetzt der Bodenverkehrsdienstleister Swissport Losch. An diesem Mittwoch sollen die Beschäftigten der Mittagsschicht von 10 bis 15 Uhr die Arbeit ruhen lassen.

Der Flughafen warnte, es könne zu Flugausfällen und zu Verzögerungen im Betriebsablauf kommen. Der Dienstleister arbeite für viele Urlaubsflieger, sagte ein Flughafensprecher. Passagiere sollten sich bei ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter informieren. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Lohnerhöhungen für die annähernd 600 Münchner Beschäftigten von Swissport Losch, um "angesichts einer Inflationsrate von 8 Prozent aktuell Reallohn zu sichern", wie die Verhandlungsführerin Manuela Dietz sagte. Dann könne das Unternehmen auch mehr offene Stellen besetzen.

Swissport Losch leistet für Fluggesellschaften - ebenso wie die flughafeneigene Firma Aeroground - Passagier-, Gepäck-, Frachtabfertigung sowie Vorfeld-, Bus- und Transportdienste. Laut Flughafen bedient das Unternehmen in München zwischen 35 und 40 Prozent der Flugbewegungen. Wenn Aeroground gefragt würde und Kapazität frei hätte, werde Aeroground den Kollegen aushelfen, zum Beispiel mit Busfahrern, sagte ein Flughafensprecher.
Diana Heuschkel

Sommerferien sorgen für Staus - leichte Entspannung am Sonntag


Nach dem Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg hat es auch am Sonntag dichten Verkehr und Behinderungen auf vielen Straßen gegeben. Nach Angaben des ADAC gab es aber nicht mehr so viele Staus wie am Samstag. "Es war die erwartete Reisewelle", bilanzierte ein ADAC-Sprecher die Situation am Wochenende.

Dichter Reiseverkehr führte am Sonntag zu schleppendem Verkehr auf der Autobahn 1 in Richtung Hamburg: Hier stockte der Verkehr zwischen Seevetal-Hittfeld und Hamburg-Stillhorn auf 12 Kilometern Länge. Mit längeren Wartezeiten mussten auch wieder Autofahrerinnen und Autofahrer auf der A8 in Oberbayern rechnen, auf der fast täglich größere Behinderungen gemeldet werden: Der Reiseverkehr zwischen der Region Hofoldinger Forst und Bad Aibling rollte nur schleppend. Mit Verzögerungen sei zu rechnen, sagte der Sprecher, größere Staus hätten sich jedoch nicht gebildet. 
Anna Kriller

Lufthansa-Piloten stimmen in Urabstimmung für Streik

Bei der Lufthansa ist ein Streik der Piloten ein weiteres Stück näher gerückt. In einer Urabstimmung haben sich die stimmberechtigten Mitglieder der Vereinigung Cockpit mit einer sehr deutlichen Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Das berichtete die Gewerkschaft am Sonntag nach Auszählung der Stimmen.

Damit ist ein Streik der rund 5.000 Piloten bei der Kernmarke Lufthansa zwar ab sofort möglich, wurde aber zunächst nicht beim Vorstand beantragt. Bereits vor der Auszählung hatte der VC-Tarifexperte Marcel Gröls erklärt, dass es sich zunächst um ein "Warnsignal" an den Lufthansa-Vorstand handele. Vom Management erwarte man nun "gute Angebote".

Bei der Lufthansa Passage stimmten 97,6 Prozent der Teilnehmer für einen Streik. Bei der Frachttochter Cargo war die Zustimmung mit 99,3 Prozent noch höher.

Erst am Mittwoch hatte die Gewerkschaft Verdi mit einem Warnstreik des Bodenpersonals den Flugbetrieb der größten deutschen Airline nahezu lahmgelegt. Es fielen über 1.000 Flüge aus und rund 134.000 Passagiere mussten ihre Flugpläne ändern.