Preis-Hammer

Lidl prescht bei Preisen vor: Diese Markenprodukte sind 2023 bereits teurer geworden

 Düsseldorf 31.07.2021 Lidl Discounter Supermarkt Logo Filiale Düsseldorf Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Düsseldorf 31 07 2021 Lidl discount supermarket logo branch Düsseldorf North Rhine-Westphalia Germany
Der Discounter Lidl hat zum Jahresbeginn bereits viele Preise erhöhen müssen.
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Der Discounter Lidl hat bei etlichen Markenprodukten die Preise angehoben. Sonst machte Aldi meist den ersten Schritt. Doch immer öfter prescht jetzt Konkurrent Lidl bei Preiserhöhungen vor – zumindest bei Markenprodukten.

Lese-Tipp: Verbraucher müssen sich warm anziehen! Was 2023 alles teurer wird

Hohes C und Langnese Cremissimo 50 Cent teurer

Für die Markenprodukte Hohes C und Langnese Cremissimo kassiert Lidl laut „Lebensmittel Zeitung“ jetzt 50 Cent mehr. Bei Volvic ist der Preis von 99 Cent hoch auf 1,15 Euro gegangen. Im letzten Fall ist der Abstand zur Lidl-Eigenmarke sogar auf 90 Cent je Flasche gestiegen.

Ebenfalls von Preissteigerungen in den ersten Januarwochen betroffen: Molkereiprodukte wie Zott Monte, Zott Sahne, Müllermilch, Geramont-Weichkäse, Prinzenrolle oder Danone Actimel.

Einheitliche Preise für Markenprodukte bei Discountern gibt es nicht, weil auch Aldi Nord und Süd nicht mehr zwangsläufig im Gleichschritt erhöhen.

Supermärkte rühren Werbetrommel für Eigenmarken

Um ihre Eigenmarken an die Verbraucherinnen und Verbraucher zu bringen, werden gerne mal die Preise der Markenprodukte mit denen der Eigenmarken verglichen.

Wie die „Lebensmittel-Zeitung unter Berufung auf den Value-App Dienstleister Smhaggle schreibt, habe der Preisunterschied im Oktober 2022 bei 46,2 Prozent gelegen. Anfang 2022 seien es noch über 50 Prozent gewesen. Sprich: Die Preise der Eigenmarken sind sogar stärker gestiegen.

Neben den Discountern versuchen auch Edeka und Rewe mit Billig-Angeboten zu punkten. Doch obwohl die beiden Supermarktketten zuletzt regelmäßig günstigere Aktionspreise gezeigt hätten als die Discounter, sind sie im Markt ins Hintertreffen geraten.

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Lebensmittelpreis: Bittere Aussichten für 2023

Für 2023 erwartet die Branche weiter steigende Lebensmittelpreise – obwohl das vergangene Jahr den Verbraucherinnen und Verbrauchern schon viel abverlangt hat. Laut statistischem Bundesamt ging es mit den Preisen für Nahrungsmittel um 13,4 Prozent nach oben. Für Gemüse lag das Plus bei 10,7 Prozent, bei Obst waren es 3,0 Prozent.

In einigen Statistiken ließ sich zuletzt bereits ablesen, dass die Verbraucher unter dem Eindruck der Inflation verstärkt auf günstigere Produkte zurückgreifen. So erhielt zum Beispiel das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln einen ungewohnten Dämpfer: Der Markt schrumpfte zum ersten Mal in seiner Geschichte, vor allem Reformhäuser und reine Bio-Märkte bekamen das zu spüren. Bio-Lebensmittel wurden stattdessen eher im Discounter gekauft - oder gar nicht.

Sorge um Geschäft mit Bio-Lebensmitteln

Bio-Lebensmittel
Bio-Lebensmittel
bwe nic sei, dpa, Bernd Weißbrod

„Wenn die Weiterentwicklung der deutschen Landwirtschaft gelingen soll, dann muss auch weiterhin der Griff ganz gezielt zu höherwertigen Produkten erfolgen“, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch. Ein Öko-Flächenanteil von 30 Prozent bis 2030 sei ein sehr anspruchsvolles politisches Ziel - eine nachhaltigere Produktion könne aber nur gelingen, wenn die höherwertigen, heimischen Produkte auch gekauft würden.

Laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Yougov kaufen 28 Prozent der Deutschen angesichts der hohen Inflation weniger Bio-Lebensmittel ein als zuvor. 60 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie ihr Kaufverhalten nicht angepasst hätten, 5 Prozent kaufen den Angaben zufolge mehr Bio-Lebensmittel ein.

Das Problem für den Bio-Handel war zuletzt das generelle Preisniveau - denn der Preisanstieg fiel im Vergleich zu konventionell erzeugten Lebensmitteln geringer aus. (Lebensmittel-Zeitung/dpa/mmü)

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