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Krieg in der Ukraine: Mann aus Hessen fährt Flüchtlings-Familie nach Magdeburg

„Das ist so schrecklich, dass wir einen Beitrag leisten wollen“

Mann aus Hessen fährt ukrainische Flüchtlings-Familie nach Magdeburg

Hesse fährt ukrainische Flüchtlings-Familie nach Magdeburg „Das ist so schrecklich, dass wir einen Beitrag le
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„Das ist so schrecklich, dass wir einen Beitrag le
Hesse fährt ukrainische Flüchtlings-Familie nach Magdeburg

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Hessen mit großem Herz

Zum Glück gibt es Menschen wie Karsten. Menschen, die sich aufgrund der aktuell kritischen Lage in der Ukraine bereit sind, Menschen in Not eine helfende Hand zu reichen. Gemeinsam mit seiner Tochter ist der Mann aus dem Hochtaunuskreis nach Przemyśl an die polnisch/ukrainische Grenze gefahren, um Lebensmittel zu spenden. Darüber hinaus pickt er eine ukrainische Familie auf, um sie mit in die sichere Heimat zu nehmen.

Lese-Tipp: Alle aktuellen Entwicklungen zum Krieg in der Ukraine lesen Sie rund um die Uhr hier in unserem Liveticker

Ukrainische Mutter ist am Boden zerstört

Vor Ort hat sich Karsten an das dortige Hilfspersonal gewandt, das ihm dann in nicht einmal einer halben Stunde eine ukrainische Familie zugewiesen hat. Bulia und ihre Kinder haben in Karstens Transporter Platz gefunden. Trotz der spontanen Hilfe, ist die Mutter am Boden zerstört: „Wir haben in diesem Land gelebt, es zu verlassen ist eine Schande. Unsere Heimat wird für immer unsere Heimat bleiben“, sagt sie.

Karsten hat einen echten Mammuttrip für die Hilfe der Ukrainer auf sich genommen. Über 1.000 Kilometer weit ist die Strecke an die Grenze – der Helfer aus Hessen hat diese Strecke gleich zwei Mal auf sich genommen. Die Rückfahrt wird zusätzlich noch von aufgeregtem Babygeschrei begleitet, Karsten macht das aber nichts aus. „Gehört halt dazu“, sagt er und macht sich auf den Weg. Das Ziel der Familie ist Magdeburg, dort wird Karsten sie abliefern.

Karsten hilft ukrainischer Familie.
Mit der ukrainischen Familie im Transporter geht es nun für Karsten über 1.000 Kilometer zurück nach Deutschland.
Reuters

Etliche Menschen auf der Flucht

Bulia und ihre Familie sind einige wenige von insgesamt 400.000 Menschen, die aktuell aus der Ukraine in Richtung Westen fliehen . Die EU rechnet mit weiteren Millionen Flüchtlingen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hatte bereits in einem Statement verkündet: „Wir werden sie (die Flüchtlinge) bei allem Schmerz mit offenen Armen empfangen“, laut Bouffier seien auch in Hessen genügend Kapazitäten vorhanden, um Menschen wie Bulia und ihre Kinder aufzunehmen. (kmü)