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Krebskranke Zweifach-Mutter stirbt kurz nach der Geburt ihrer Tochter: Spendenaktion für ihre Kinder bewegt

Drama um krebskranke Schwangere in Sachsen

Zweifach-Mutter Susann stirbt kurz nach der Geburt ihres Babys - Bewegende Hilfsaktion für ihre Kinder

Marco Campen besuchte  die Mutter seiner Kinder täglich im Krankenhaus.
Marco Campen besuchte die Mutter seiner Kinder täglich im Krankenhaus.
gofundme.com

„Noch vor acht Wochen träumten Marco und Susann vom gemeinsamen Glück“, schreiben Freunde auf einer extra eingerichteten Spendenseite über ein Paar aus Sachsen. Aber dann der Schock: Ärzte diagnostizieren eine schwere Krebserkrankung bei der schwangeren Susann. Die 37-Jährige bringt noch die kleine Alina zur Welt und stirbt kurz darauf. Für ihren Freund und nun alleinerziehenden Vater bricht eine Welt zusammen. Doch seine Jugendfreunde aus Wuppertal haben eine Idee.

Sachsen: Ärzte diagnostizieren Zweifach-Mutter Susann Krebs

Susann war Marcos große Liebe. Für sie verlässt sogar seine geliebte Heimat Wuppertal und zieht in den Osten.
Susann war Marcos große Liebe. Für sie verlässt sogar seine geliebte Heimat Wuppertal und zieht nach Sachsen.
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Es hätte alles so schön sein können: Susann Wolfsdorf und ihr Partner Marco Campen freuten sich gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn, Benn-Lennox (6), auf ein weiteres Familienmitglied: Baby Alina. Susann ist Marcos große Liebe. Laut der „Leipziger Volkszeitung“ verließ er für sie sogar seine geliebte Heimat Wuppertal und zog nach Sachsen: „Für uns war es der Hammer, als er Wuppertal für seine große Liebe verlassen hat,“ erzählen Freunde gegenüber der „LVZ“. Doch innerhalb von sieben Wochen wird das Leben der Familie komplett auf den Kopf gestellt.

Susann wird in der 27. Schwangerschaftswoche positiv auf das Coronavirus getestet. Als dann auch Blut abgenommen wird, stellen die Ärzte fest, dass die Werte sehr schlecht sind. Die junge Mutter wird ins Krankenhaus eingewiesen. Hier folgt dann eine Horror-Diagnose der nächsten: Mediziner finden einen Tumor in der Brust der 37-Jährigen.

Freund und große Liebe von Zweifach-Mutter Susann rasiert sich aus Solidarität Haare ab

Er ist bösartig. Die Geburt der kleinen Alina wird in der 28. Schwangerschaftswoche eingeleitet, damit der Krebs bekämpft und das kleine Mädchen geschützt werden kann. Doch der Krebs hat gestreut. Trotz Chemotherapie verschlechtert sich der Gesundheitszustand von Susann innerhalb von sieben Wochen drastisch.

Besonders herzzerreißend: Laut „LVZ“ rasiert Marco seiner großen Liebe den Kopf und seinen eigenen aus Solidarität mit dazu. Doch es hilft alles nichts. Das Krankenhaus ruft mitten in der Nacht an, Marco soll kommen. Mit den Schwiegereltern und dem kleinen Ben-Lennox steht er laut „LVZ“ an Susanns Bett. Die junge Mutter, seine große Liebe, stirbt.

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Schulfreunde von Witwer Marco rufen Spendenaktion ins Leben

Doch damit nicht genug. Der Leidensweg der kleinen Familie ist noch nicht zu Ende. Denn Marco ist selbständiger Kleinunternehmer, er hat eine Firma für Gebäudereinigung. Und ist jetzt alleinerziehender Familienvater mit einem Frühchen. Beides unter einen Hut zu bekommen, ist in seiner aktuellen Situation schwierig.

Vor allem, weil er für seinen Sohn und seine Tochter da sein will. Doch es gibt einen Lichtblick: Freunde aus seiner Heimat Wuppertal in NRW sammeln Spenden für ihn und seine Kinder. Mit Erfolg: Innerhalb von drei Tagen kamen bereits 27.183 Euro (Stand 12.04.) zusammen, schon 218 Leute haben gespendet.

Ein weiterer Hoffnungsschimmer: Das kleine Frühchen Alina ist wohlauf und macht bereits große Fortschritte. Vielleicht kann sie schon bald das Krankenhaus verlassen. (jmu)