Bundesverteidigungsministerin zu Abzug aus Afghanistan

„Schlafe erst wieder ruhig, wenn der letzte Soldat heil und munter zurück ist“

In Unruhe über den Truppenabzug: Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer
In Unruhe über den Truppenabzug: Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer
© dpa, Kay Nietfeld, nie kde hjb alf

11. Mai 2021 - 13:55 Uhr

von Andreas Kock

Nach Ansicht Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) könnte der Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan früher als geplant erfolgen. "Wir sind auf alle Zeitachsen eingestellt, sowohl zum Herbst hin aber auch möglicherweise zusammen mit den Partnern etwas früher das Land zu verlassen", sagte Kramp-Karrenbauer im Interview mit RTL/ntv.

Angespannte Ministerin

Man sei darauf bedacht, dass der Abzug geordnet und koordiniert erfolge. Wichtig sei die Sicherheit der Soldaten. "Ich muss ehrlich sagen, ich werde erst dann wieder ruhig schlafen, wenn der letzte unserer Soldaten auch heil und munter wieder zurück ist", so die Ministerin.

Schutz in Deutschland für afghanisches Personal

Zugleich betonte sie die Verantwortung für das afghanische Personal der deutschen Truppen. Diese Personen seien nun besonders gefährdet. "Ihnen gegenüber fühle ich mich auch in der Pflicht", so Kramp-Karrenbauer. Man wolle, deren Familien auch die Möglichkeit geben, in Deutschland "Schutz zu finden." "Dazu brauchen wir ein einfaches Verfahren. Das haben wir abgesprochen mit dem Innenministerium, mit dem Außenministerium", erklärte die Verteidigungsministerin im Gespräch mit RTL/ntv. Sie sei zuversichtlich, dass das gelingt.

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