Bundesregierung verurteilt Raketenangriffe auf Israel

Kramp-Karrenbauer: "Raketenangriffe auf Israel absolut nicht akzeptabel"

Die Terrororganisation Hamas hat mehr als 200 Raketen auf Israel abgefeuert
Die Terrororganisation Hamas hat mehr als 200 Raketen auf Israel abgefeuert
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11. Mai 2021 - 15:24 Uhr

"Durch nichts zu rechtfertigende Eskalation"

Seit Tagen eskaliert der Konflikt zwischen Israel und der Hamas. Hunderte Raketen hat die Terrororganisation Hamas aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Die Bundesregierung verurteilt die Raketenangriffe auf Israel aus dem Gazastreifen "auf das Schärfste". "Es handelt sich um eine durch nichts zu rechtfertigende Eskalation in einer angespannten Lage", sagte ein Regierungssprecher am Dienstag in Berlin.

Eine Rakete alle drei Minuten

Wie die israelische Armee am Dienstag Mittag bekannt gab, sei bisher im Schnitt alle drei Minuten eine Rakete abgefeuert worden. Besonders im Süden Israels ertönen immer wieder Warnsirenen. Die Bewohner haben dann oft nur wenige Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Aber auch in Jerusalem wurde Luftalarm ausgelöst. Die israelische Armee antwortete mit Vergeltungsangriffen auf Ziele im Gazastreifen. Die Angriffe galten Einrichtungen der Hamas, Waffenlagern und Versorgungstunneln. Laut palästinensischen Angaben wurden dabei 24 Menschen getötet, darunter zwei Top-Kommandeure der Hamas und neun Kinder.

"Die Lösung liegt in der Region selbst"

Auch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer verurteilt die Angriffe. Im RTL-Interview sagte sie: "Zuerst einmal gilt es zu sagen, dass diese Gewalt aufhören muss, dass insbesondere die Raketenangriffe auf Israel absolut nicht akzeptabel sind. Deswegen haben wir auch alle relevanten Akteure international dazu aufgerufen, diese Gewalt zu beenden. Aber die Lösung liegt in der Region selbst und die kann nicht von außen mitgetragen werden."

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Tote auch auf israelischer Seite

Trotzdem schaffen es vereinzelt Hamas-Raketen, das Schutzschild zu durchbrechen und Schäden in Israel anzurichten. In der Hafenstadt Aschkelon wurden Wohnhäuser und eine Schule von den Raketen getroffen. Die Schule war zum Zeitpunkt des Angriffes geschlossen, zwei Frauen starben aber bei Raketeneinschlägen in ein Wohnhaus.

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