Weil er die Corona-Regeln missachtete

Maske verweigert: Kanadischer Taxifahrer fährt betrunkenen Fahrgast direkt zur Polizei

Betrunken und unvernünftig: Die Taxi-Fahrt endete für einen kanadischen Maskenverweigerer direkt bei der Polizei.
© dpa, Christophe Gateau, cgt fdt

07. Januar 2021 - 15:19 Uhr

Kanada: Maskenverweigerer direkt bei der Polizei abgeliefert

In Kanada wollte ein betrunkener Taxi-Fahrgast keine Maske tragen. Der Fahrer handelte und fuhr den Maskenverweigerer direkt zur nächsten Polizei-Wache.

Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst an dieser Stelle bei stern.de.

Corona-Regeln: Längst nicht jeder trägt eine Maske

Im Frühsommer des vergangenen Jahres stellte die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die AHAL-Regeln vor. Die Vorkehrungen sollen das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus minimieren. Die vier Buchstaben stehen dabei für Abstand halten, Hygiene beachten (also in die Armbeuge husten und niesen und Hände waschen), Alltagsmaske tragen und Lüften.

Die meisten Leute halten sich an diese Regeln. Doch einige Wenige fühlen sich dadurch in ihrer Freiheit eingeschränkt. Deshalb widersetzen sie sich – nicht nur in Deutschland: Weltweit weigern sich einige Menschen eine Maske zu tragen. Für einen betrunkenen Taxi-Fahrgast in Kanada hatte das nun teure Konsequenzen.

Teure Taxi-Fahrt: Mann muss 440 Euro Strafe zahlen

Laut der örtlichen Polizei in der Provinz Britisch-Kolumbien bestellte ein Mann in der Silvesternacht ein Taxi. Als er einstieg, sei er bereits stark angetrunken gewesen. Dazu hielt er weder Abstand noch trug er eine Maske. Stattdessen soll er den Taxifahrer sogar im Gesicht berührt haben, heißt es im Polizei-Bericht.

Der Fahrer habe den Mann daraufhin mehrfach aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. Doch das schien ihn wenig zu interessieren. Deshalb verständigte der Taxifahrer umgehend die Polizei. Doch anstatt auf sie zu warten, fuhr er den Mann höchstpersönlich zur nächsten Wache.

Dort widersetzte sich der Betrunkene auch den Anweisungen der Polizisten. Deshalb musste er aus dem Wagen gezerrt werden und kam anschließend in eine Ausnüchterungszelle. Die durfte er erst verlassen, als er wieder nüchtern war, berichtet die Polizei. Zu allem Überfluss muss er nun auch 690 Kanadische Dollar (umgerechnet 440 Euro) zahlen – unter anderem wegen Missachtung der Corona-Regeln

Laut Johns Hopkins University wurden bislang 616.134 Covid-19 Fälle und 16.098 Todesfälle in Kanada registriert.

Quellen: CNN, Police Department Victoria, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung