Schutz für die Zähne

Knirschschiene vom Discounter: Top oder flop?

3. Mai 2019 - 16:14 Uhr

Günstig - aber auch gut?

Knirschen ist nicht nur schlecht für die Zähne, sondern auch für das Kiefergelenk. Doch für viele ist der Weg zum Zahnarzt eine lästige Angelegenheit. Wenn es schnell gehen soll, gibt es mittlerweile Knirschschienen vom Discounter für unter 30 Euro. Aber taugen die was? Unsere Reporterin macht den Test. Sehen Sie das Ergebnis im Video!

Was ist eine Knirschschiene?

Für Menschen, die im Schlaf mit den Zähnen knirschen, ist eine Knirschschiene perfekt geeignet, denn sie dient vor allem zum Schutz der Zahnsubstanz. Die Knirschschiene ist eine aus Kunststoff geformte prothesenähnliche Auflage für die Zähne. Sie wird individuell an das Gebiss angepasst und soll Fehl-und Überbelastungen der Zähne korrigieren – ähnlich wie bei einer Zahnspange.

Sie wird meist über Nacht getragen und soll beide Kiefer entlasten. In manchen Fällen muss die Schiene auch tagsüber durchgängig getragen werden. Eine allgemein gültige Regel der Tragedauer gibt es nicht, da sie sich individuell an den Patienten richtet. In den meisten Fällen wird eine Schiene entweder für den Ober- oder Unterkiefer angefertigt. In den seltensten Fällen werden zwei Schienen angefertigt.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Wenn beim Patienten vom Arzt eine klar belegbare Gesundheitsbeschwerde diagnostiziert wurde, zahlen fast alle gesetzlichen Krankenkassen die Knirschschiene. Sollte die Schiene nach langer Nutzung ersetzt werden müssen, übernimmt auch hier die Krankenkasse.

Dennoch ist es anzuraten, sicherheitshalber bei der Krankenkasse zu fragen: Denn manchmal kann es passieren, dass Zusatzkosten durch besondere Materialien entstehen, die nicht übernommen werden.

Wie hilfreich ist die Knirschschiene?

Bei der Behandlung vom "nächtlichen Knirschen" dient die Knirschschiene nur ergänzend. Für einen kompletten Therapieerfolg muss die Ursache behandelt werden, welche in den meisten Fällen eine Fehlstellung des Kiefers ist - oder Stress.

Ergänzend zur Schiene wird oftmals eine Physiotherapie empfohlen oder ein Psychologe hinzugezogen, wenn die Ursache psychischer Natur ist.