Mordprozess in Baden-Baden

Mädchen (6) getötet und brutal an Leiche vergangen: Mutmaßlicher Kindermörder Sven M. schweigt vor Gericht

Jetzt spricht der Bruder von Kindermörder Sven M. Mädchen (6) in Bade-Baden getötet
02:43 min
Mädchen (6) in Bade-Baden getötet
Jetzt spricht der Bruder von Kindermörder Sven M.

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Es ist ein schrecklicher Vorfall, der vergangenen Dezember landesweit für Schlagzeilen sorgte: In Baden-Baden ist ein sechsjähriges Mädchen mit einem bekannten Jungen vom Spielplatz verabredet. Ihre Eltern vertrauen der Familie so sehr, dass das Mädchen sogar dort übernachten darf. Doch nur wenige Stunden später ist das Kind tot, es soll vom Vater des Jungen ermordet worden sein. RTL sprach mit dem Bruder des Killers – und dem Vater des kleinen Mädchens.

Mutmaßlicher Kindermörder wollte Tat durch Explosion vertuschen

Der Mann soll das Mädchen zudem sexuell missbraucht haben. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht wegen Mordes, Störung der Totenruhe sowie versuchten Mordes in vier Fällen verantworten.

Doch im Prozess um den Mord an der sechsjährigen Kinderfreundin seines Sohnes macht Sven M. keine Angaben. „Ich möchte schweigen.“ Das war das einzige, das der gelernte Straßenbauer zum Prozessbeginn am Mittwoch vor dem Landgericht sagte.

Bevor der Prozess inhaltlich losgehen konnte, beriet das Gericht lange über einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit. Den Antrag hatte der Nebenkläger-Anwalt des kleinen Sohnes des Angeklagten gestellt. Er begründete den Antrag mit dem Schutz des Kindes, war aber letztlich erfolglos damit.

Lese-Tipp: Mike M. will seinem Bruder die schreckliche Tat nicht verzeihen.

Mutmaßlicher Kindermörder wollte Tat durch Explosion vertuschen

Andere Eltern vom Spielplatz beschreiben Sven M. als liebevollen Vater. Doch der heute 34-Jährige muss sich seit Mittwoch vor dem Landgericht Baden-Baden rechtfertigen. Im Raum stehen schlimme Vorwürfe: Der Mann soll das Mädchen, das zu Besuch war, laut Staatsanwaltschaft getötet haben, um sich hierdurch und anschließend mithilfe ihres Leichnams sexuell zu erregen.

Danach habe der Deutsche versucht, eine Explosion zu verursachen – vermutlich um seine Tat zu vertuschen. Noch schlimmer: obwohl vier Verwandte im Haus schliefen, darunter sein eigener Sohn – der eine Rauchvergiftung erlitt. Laut Staatsanwaltschaft wollte sich Sven M. das Leben nehmen.

Der Sohn des mutmaßlichen Mörders wurde in die Obhut des Jugendamtes gegeben. „Für ihn ist auch eine Welt kaputtgegangen. Sein Papa war schon sein Ein und Alles“, erzählt der Bruder des Angeklagten im exklusiven RTL-Interview. Doch nicht nur für den Sohn seines Bruders empfindet Mike M. Mitleid. Besonders furchtbar stellt er sich die Situation der Mutter des toten Mädchens vor. Ihr gilt sein ganzes Mitleid.

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Sven M. habe das tote Mädchen mehrfach sexuell missbraucht

Das Grab des verstorbenen Mädchens aus Baden-Baden.
Das sechsjährige Mädchen aus Baden-Baden starb am 19. Dezember 2021 bei einem Spielfreund zu Hause.
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Nach dem Brand in der Nacht zum 19. Dezember 2021 in Baden-Baden fanden Einsatzkräfte die Leiche des Mädchens in einem Schlafzimmer. Den Beschuldigten entdeckten sie hinter dem Haus im Garten mit einer Rauchvergiftung. Sven M. ist am nächsten Tag festgenommen worden und kam in Untersuchungshaft.

Erst später teilte die Staatsanwaltschaft schreckliche Details mit: Er soll das Mädchen mit einem Messer getötet haben. Mehrfach und in massiver Weise soll er sich an dem toten Körper sexuell vergangen und ihn unter anderem im Intimbereich verstümmelt haben, teilte die Behörde mit.

Acht Verhandlungstage sind bis Ende September angesetzt, 13 Zeugen und fünf Experten sollen aussagen. Die Eltern des verstorbenen Mädchens und die Bewohner des Hauses sind Nebenkläger. Eine Untersuchung durch einen Psychiater habe der Angeklagte verweigert. Er habe mehrmals versucht, sich umzubringen. (gsc/kra/dpa)