Polizisten durchkämmten 7 Stunden lang den Wald

Kein Ergebnis: Suche nach Rebecca in Waldstück bei Storkow eingestellt

07. März 2019 - 18:42 Uhr

Von Rebecca fehlt seit über zwei Wochen jede Spur

Im Fall der vermissten Rebecca aus Berlin startete die Polizei heute in einem Waldstück nahe dem brandenburgischen Storkow eine großangelegte Suchaktion. Eine Hundertschaft der Polizei, ein Polizeihubschrauber sowie die Mordkommission suchten sieben Stunden lang nach Hinweisen auf das Mädchen. Jetzt wurde die Suche vorerst ohne Ergebnis eingestellt.

Waldstück 50 Kilometer vom Haus der Schwester entfernt

Hier sucht die Polizei mit einer Hundertschaft nach Rebecca.
Hier sucht die Polizei mit einer Hundertschaft nach Rebecca.
© RTL

Die Suche werde weitergehen, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei zum Abschluss des siebenstündigen Einsatzes. Noch sei aber nicht bekannt, wann und wo. 

Die Einsatzkräfte gingen bei ihrer Suche offenbar einem konkreten Hinweis nach. Das Waldstück südöstlich von Berlin zwischen Wolzig und Kummersdorf wurde von einem Großaufgebot der Polizei nach Spuren abgesucht. Auch drei Leichen- und ein Personenspürhund waren im Einsatz. Die Polizei sperrte das Waldstück großräumig ab.

Der Ort liegt etwa 50 Kilometer vom Haus ihrer Schwester Jessica entfernt, bei ihr hatte Rebecca die Nacht vor ihrem Verschwinden am 18. Februar verbracht.

Ermittlungen gegen Rebeccas Schwager

Der verdächtige Schwager Florian R. sitzt in Untersuchungshaft und schweigt bisher zum Fall. Laut Polizei verdichten sich die Verdachtsmomente gegen den 27-Jährigen. Staatsanwalt Martin Steltner bestätigte dies gegenüber RTL. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass Rebecca Opfer eines Tötungsdeliktes geworden ist. Wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass sie noch lebt", so Steltner.

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Unterdessen gingen bei der Mordkommission weiterhin neue Hinweise ein, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. "Die werden jetzt alle abgearbeitet. Das wird eine Zeit lang dauern." Ob die neuen Hinweise vor allem aus Brandenburg oder aus Berlin kamen, stand noch nicht fest. Insgesamt liegt die Zahl der Hinweise jetzt bei 700.

Polizei bittet Zeugen um Hilfe

Am Mittwoch hatte der Chef der zuständigen Mordkommission, Michael Hoffmann, in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" einen neuen Fahndungsaufruf gestartet. Dabei ging es besonders um "zwei seltsame und klärungsbedürftige Fahrten mit dem Auto des Schwagers", so Hoffmann. Am Tag des Verschwindens, dem 18. Februar, und am Tag danach fuhr der 27-Jährige demnach mit dem Familienauto auf der Autobahn von Berlin Richtung Frankfurt (Oder) an der polnischen Grenze.

"Zu beiden Fahrten kann er keine Angaben machen", sagte Hoffmann. "Die Fahrten passen aber überhaupt nicht zu der Version, die er erzählt hat." Die Polizei habe Widersprüche bei den Aussagen des Mannes festgestellt.

Die Kriminalpolizei sucht nun besonders Zeugen, die den himbeerroten Renault Twingo oder den Schwager an diesen Tagen gesehen haben. Sie veröffentlichte dazu Fotos des Verdächtigen und des Autos. Kriminalhauptkommissar Hoffmann fragte auch, ob es jemanden gebe, der Orte kenne, die der Schwager in Brandenburg öfter besuche.​