US-Gesundheitsbehörder ordnet an

Johnson&Johnson muss 60 Millionen Dosen Impfstoff wegwerfen

Johnson & Johnson- Impfstoff
Johnson & Johnson- Impfstoff
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12. Juni 2021 - 9:46 Uhr

Probleme bei Produktion in Baltimore

Die US-Gesundheitsbehörde FDA ordnet den Wegwurf von Millionen an Johnson&Johnson Impfdosen an, die in einer Fabrik in Baltimore hergestellt wurden. Laut "New York Times" sind etwa 60 Millionen Dosen davon betroffen. Die FDA nannte in ihrer Mitteilung keine genauen Angaben zur Anzahl der zu vernichtenden Impfdosen mit.

Johnson&Johnson-Impfstoff in Pfusch-Fabrik mit Astrazeneca vermischt?

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Die Fabrik in Baltimore wird vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betrieben.
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Zwei Lieferungen seien zur Verwendung zugelassen worden, viele weitere seien jedoch nicht zur Verwendung geeignet, heißt es lediglich.Laut der Agentur Reuters sagten "zwei mit der Situation vertraute Personen", die Behörde habe etwa zehn Millionen Dosen aus der von Problemen geplagten Fabrik freigegeben.

In der Produktionsstätte in der Ostküstenmetropole Baltimore wurde vor Johnson & Johnson Impfstoff von Astrazeneca produziert. Sie wird vom US-Biopharma-Unternehmen Emergent Biosolutions betrieben.

Wegen eines Produktionsfehlers an dem Standort mussten Millionen Impfdosen entsorgt werden. Auslöser war US-Medien zufolge, dass Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden waren. Bei einer Überprüfung der hatte die FDA zahlreiche Mängel entdeckt. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, so die Behörde. (reuters/dpa/uvo)

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