RTL News>Wirtschaft>

Jetzt kommen höhere Zinsen: Zwingen die Währungsgüter die Inflation in die Knie?

Warten auf die Zins-Wende

Zwingen die Währungshüter die Inflation in die Knie?

Rekordinflation: Warten auf US-Zinsentscheid Inflation auf Rekordhoch

30 weitere Videos

In Deutschland hat die Inflation im April mit 7,4 Prozent den höchsten Stand seit über 40 Jahren erreicht. Ähnlich in den USA: Die Inflation lag bei 8,5 Prozent, ebenfalls der höchste Stand seit über 40 Jahren. Finanzmarktexperten rechnen jetzt damit, dass die US-Notenbank mit einer Zinsanhebung gegensteuert, und die dürfte nicht zu knapp ausfallen. Die Europäische Zentralbank hat bereits angekündigt, demnächst ebenfalls zu handeln.

In USA größte Zinsanhebung seit Jahrzehnten erwartet

Kraftstoffe, Mieten, Lebensmittel: Alles ist in den USA im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden. Große Hoffnung liegt jetzt auf den US-Währungshütern. Finanzmarktexperten rechnen damit, dass US-Notenbankchef Jerome Powell die Zinsen um einen halben Prozentpunkt anhebt und damit so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr. Damit würde das Zinsniveau auf bis zu ein Prozent steigen.

Wenn die Zinsen steigen, wird es für Verbraucher wieder reizvoller zu sparen. Es wird weniger konsumiert und das Wirtschaftswachstum gebremst. Die Folge ist eine fallende Inflation.

Europäische Zentralbank will Lohn-Preis-Spirale vermeiden

ARCHIV - 12.07.2019, Berlin: Isabel Schnabel, damals Professorin für Finanzmarktökonomie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Isabel Schnabel, EZB-Direktoriumsmitglied
mkx jat htf gfh jai wst, dpa, Michael Kappeler

Ähnlich wie in den USA ist die Inflation auch in der Euro-Zone hoch. Im April erreichte sie einen Rekordwert von 7,5 Prozent. Gut möglich, dass die Europäische Zentralbank (EZB) deshalb im Juli die Zinswende wagt. EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel sagte dem „Handelsblatt“: „Jetzt reicht es nicht mehr zu reden, wir müssen handeln (...) Aus heutiger Sicht halte ich eine Zinserhöhung im Juli für möglich.“

Noch würden sich Löhne und Preise jedoch nicht gegenseitig hochschaukeln. Geldpolitik müsse aber vorausschauend handeln. „Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn eine Lohn-Preis-Spirale bereits in Gang gekommen ist", erklärte Schnabel weiter.

Zuletzt hat die Europäische Zentralbank 2011 die Zinsen im Euro-Raum angehoben, dies aber kurze Zeit später korrigiert. (dpa, Reuters, mmü)

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Mehr News-Videos aus den Bereichen Wirtschaft, Finanzen und Mobilität

Playlist: 30 Videos

„Retouren-Wahnsinn - Die dunkle Seite des Onlinehandels“ auf RTL+

Zu groß, zu klein, gefällt nicht - jede sechste Online-Bestellung wird zurückgeschickt, bei Kleidung sogar jede zweite. Für den Kunden einfach, für den Handel eine logistische Herausforderung. Denn die Pakete müssen nicht nur abgeholt werden, die Ware muss auch noch geprüft werden. RTL+ zeigt in der Doku "Retouren-Wahnsinn - Die dunkle Seite des Onlinehandels" alles – von der Rücksendung bis zur Verwertung der Ware.