Mit Attrappe zum Piks

Corona-Betrug: Mann will sich in Fake-Arm impfen lassen

(Symbolbild)
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© dpa, Marijan Murat, tba ses chs

05. Dezember 2021 - 13:35 Uhr

Biella (Piemont): Mit Fake-Arm zum Impftermin

Die Versuche an einen Impfausweis zu kommen ohne sich jedoch impfen zu lassen, werden immer absurder. In Italien wollte ein Mann zwar den notwendigen Impfnachweis bekommen – seinen echten Arm dafür aber nicht hinhalten. Wie die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, habe der 57-Jährige dem Gesundheitspersonal für die Impfspritze eine Arm-Attrappe präsentiert. Der Silikon-Arm hatte zwar eine realistische Hautfarbe, das Gesundheitspersonal ließ sich jedoch nicht täuschen.

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Auf den Italiener wartet eine saftige Anzeige

Zunächst sei dem medizinischen Personal nichts Merkwürdiges aufgefallen, da das Silikon der Haut ähnlich sah. Doch als eine Impf-Ärztin sich den Arm genauer ansah und ihn berührte, sei sie stutzig geworden. Weil sie die Venen des Mannes nicht sehen konnte, habe die Frau den Mann aufgefordert, sein Hemd auszuziehen. Dann sei der Schwindel aufgefallen. "Ich fühlte mich als Fachkraft beleidigt", sagte Filippa Bua gegenüber "La Repubblica".

Nachdem sein Plan vereitelt worden war, versuchte der Mann, die Ärztin zu überreden, ein Auge zuzudrücken. "Ich brauche den Impfpass, um weiter arbeiten zu können", soll der Mann, der laut der italienischen Zeitung als Zahnarzt arbeitet, gesagt haben. Auf den 57-Jährigen wartet jetzt eine saftige Anzeige.

Ab dem 6. Dezember gilt in Italien in vielen Bereichen 2G

Der bizarre Vorfall in einem Impfzentrum in Biella im Nordwesten des Landes ereignete sich eine Woche nachdem Italien Maßnahmen angekündigt hatte, die ungeimpfte Personen von einer Reihe sozialer, kultureller und sportlicher Aktivitäten ausschließt. Ab dem 6. Dezember gilt dann in diesen Bereichen 2G. Die Verschärfung der Maßnahmen gelten landesweit zunächst bis zum 15. Januar. (kra)