7-Tage-Inzidenz soll nicht mehr allein über Maßnahmen entscheiden

Inzidenz, R-Wert und Hospitalisierungsrate: Was bedeutet welcher Corona-Wert?

Was die 7-Tage-Inzidenz bedeutet, ist uns mittlerweile bewusst, aber was war nochmal der R-Wert?
Was die 7-Tage-Inzidenz bedeutet, ist uns mittlerweile bewusst, aber was war nochmal der R-Wert?
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12. Juli 2021 - 11:32 Uhr

Bisher war die 7-Tage-Inzidenz entscheidend bei Lockerungen bzw. Verschärfungen von Maßnahmen

Seit Beginn der Corona-Pandemie geht es in den Nachrichten ständig um die Inzidenz, den R-Wert und die Hospitalisierungsrate. Doch was bedeuten die Werte eigentlich genau? Und wie lange spielt die 7-Tage-Inzidenz noch allein eine Rolle, wenn es um die Lockerung bzw. Verschärfung der Maßnahmen geht?

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7-Tage-Inzidenz

Die Inzidenz zeigt, wie viele Menschen über einen gewissen Zeitraum hinweg neu am Coronavirus erkrankt sind. Als Grundlage wird dafür die Anzahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner genutzt. Der zu betrachtende Zeitraum beträgt sieben Tage. Liegt die 7-Tage-Inzidenz beispielsweise bei 10, so bedeutet dies, dass sich innerhalb von sieben Tagen 10 von 100.000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Die sogenannte "kumulative Inzidenz" beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Person innerhalb eines bestimmten Zeitraums mit dem Coronavirus infiziert.

Durch die Inzidenz kann zwar eingeordnet werden, wie viele Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert sind, es wird dabei jedoch nicht miteinbezogen, wie stark die Symptome sind. Eine erkrankte Person, die keinerlei Symptome hat, zählt genauso wie eine Person, die aufgrund der Coronainfektion im Krankenhaus behandelt werden muss. Deshalb soll künftig auch die sogenannte Hospitalisierungsrate eine Rolle spielen.

Hospitalisierungsrate

Da bei der Einordnung der Intensität der Pandemie nicht nur entscheidend ist, wie viele Menschen erkrankt sind, sondern auch wie schwer, ist neben der 7-Tage-Inzidenz auch die Hospitalisierungsrate von großer Bedeutung. Diese gibt an, wie viele Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt werden müssen. Laut der Homepage des Instituts denkt das Robert Koch-Institut (RKI) darüber nach, Empfehlungen bezüglich jeglicher Maßnahmen in der Zukunft nicht mehr nur von der bundesweiten Inzidenz abhängig zu machen. Durch immer mehr Geimpfte entsteht eine zunehmende Grundimmunisierung, wodurch es laut des RKI immer weniger schwere Verläufe gebe.

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R-Wert

Der R-Wert beschreibt die Reproduktionsrate, also wie viele Menschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Wenn der Wert über 1 liegt, bedeutet dies, dass die Zahl der Neuinfektionen steigt und die Krankheit sich weiter ausbreitet. Liegt er unter 1, so gibt es immer weniger Neuinfektionen und die Pandemie läuft im besten Fall aus. (jos)

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