Wegen Omikron: Intensivstationen erarbeiten Notfallpläne

Intensivmediziner Prof. Janssens: Personal muss eventuell aus dem Urlaub zurückgeholt werden

22. Dezember 2021 - 16:04 Uhr

Mediziner sind Bestandteil der Daseinsvorsorge

Wenn Omikron auch in Deutschland in großem Umfang zuschlägt, müssen vor allem sie ran: die Intensivmediziner. Aus Angst vor Überlastungen werden die Kliniken nun aufgefordert, ihre Notfallpläne zu verbessern. Für Prof. Uwe Janssens, Chefarzt Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital in Eschweiler, ist das selbstverständlich. "In unserem Krankenhaus habe ich meine Mitarbeitenden schon darauf hingewiesen, dass jeder sich bewusst sein muss, dass wenn es zu einer tatsächlich rasenden Ausweitung der Omikron-Variante kommt, wir Sorge tragen müssen die Abläufe zu organisieren und sicherzustellen.", verrät er im Interview mit RTL. Im Video erklärt Janssens, was das für Ärzte und Pfleger konkret bedeuten könnte.

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"Lassen Sie uns unsere Hausaufgaben machen!"

Smybolbild: Intensivstaionen. Hausaufgaben für Intensivstationen: auf Omikron vorbereiten und Versorgung sicherstellen
Smybolbild: Intensivstaionen. Hausaufgaben für Intensivstationen: auf Omikron vorbereiten und Versorgung sicherstellen
© dpa, Marijan Murat, wst

Kritisch betrachtet der Intensivmediziner vor allem auch die Personallage."Das Personal ist in dem Umfang tatsächlich nicht da. Sie sind müde, sie sind abgekämpft.", beschreibt Janssens den Ist-Zustand an seiner Klinik. Zu wenig Personal könnte die Intensivstationen in eine verheerende Situation bringen. Aber soweit möchte Prof. Uwe Janssens noch nicht schauen. "Ich würde jetzt im Moment vorsichtig sein, hier schon eine klare Vorhersage für solche Horrorszenarien abzugeben.", so Janssens und fügt hinzu: "Ich würde eher sagen, lassen Sie uns erst mal unsere Hausaufgaben machen, die Pläne erstellen und dann, wenn es so weit sein sollte, agieren." (cbe)