Halber Liter Eiter im Rückenmark

Layane wollte ein Piercing - und landete im Rollstuhl

20. Februar 2019 - 20:59 Uhr

Piercing kostete Layane fast ihr Leben

Ein Piercing ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Viele haben eins, und was soll schon schiefgehen? Denkt sich auch Layane Dias aus Brasilien, als sie sich mit 20 Jahren ihre Nase piercen lässt. Doch plötzlich ändert sich ihr ganzes Leben. Ihr Nase schwillt an, starke Schmerzen, Taubheit - am Ende sitzt sie im Rollstuhl.

„Ich dachte, es wäre ein Pickel“

Als Layanes Nase nach dem Piercen rot wird, denkt sich die Brasilianerin nichts weiter dabei. Sie hält die Schwellung für einen Pickel, behandelt sie mit einer Creme, wie sie gegenüber lokalen Medien erklärt. Die Schwellung verschwindet, doch Layane bekommt Fieber, hat unerträgliche Schmerzen, ihre Beine kann sie kaum noch spüren.

500 Milliliter Eiter im Rücken

Im Krankenhaus erfährt die 20-Jährige: Ein halber Liter Eiter im Rückenmark drückt auf drei ihrer Wirbel. Der Grund: Durch den Einstich in ihrer Nase durch eine vermutlich unhygienische Piercingnadel haben sich sogenannte Staphylococcus aureus in Layanes Blut angesammelt. Diese Bakterienart ist der mit Abstand häufigste Erreger von Wundinfektionen.

Layanes Leben konnte durch eine Notoperation gerettet werden, im Rollstuhl wird sie trotzdem für immer sitzen. Ihre ganze Geschichte, wieso sie heute positiv mit dem Erlebten umgeht und worauf man unbedingt bei der Auswahl eines Piercing-Studios achten sollte, sehen Sie im Video.