Kann Sport schuld an der Fehlgeburt sein? Gynäkologin schätzt einIna Maria Schnitzer trauert um ihr Sternenkind - und wird böse angefeindet

Diese Sätze sind wie ein Stich ins Herz. Nachdem Ina Maria Schnitzer (37) öffentlich machte, dass sie ihre Tochter Ellah in der 17. Schwangerschaftswoche tot auf die Welt bringen musste, wird sie von einem User angegriffen. Der Vorwurf: Ina habe zu viel Sport gemacht – und ihr Baby damit in Gefahr gebracht. Ausgerechnet in dieser schweren Zeit muss sich die Fitness-Influencerin auch noch selbst verteidigen. Ob Sport in der Schwangerschaft wirklich gefährlich werden könnte und worauf werdende Mamas bei diesem Thema vertrauen können, erklärt Gynäkologin Judith Bildau.
Sport in der Schwangerschaft: Ausgerechnet jetzt muss sich Ina Schnitzer verteidigen
Ina Schnitzer, auch bekannt unter ihrem Alias „Yoga Jordan“, und ihr Verlobter Umut Kekilli (38) trauern um ihr Sternenkind Ellah. Ihre Tochter wurde in der 17. Schwangerschaftswoche tot geboren. Die Nachrichten, die die Fitness-Influencerin daraufhin erhielt, seien „wirklich sehr, sehr aufbauend und helfen mir, das Ganze zu verarbeiten.“ Das sagt sie selbst in ihrer Instagram-Story vom 6. April. Allen mitfühlenden Nachrichten zum Trotz erreichen Schnitzer ausgerechnet in dieser schweren Zeit aber auch Vorwürfe. „Ich fühle deinen Schmerz. Aber vielleicht solltest du das nächste mal langsamer mit Fitness machen. Deine Ziele sollten ein gesundes Baby sein. Das muss man schützen im Bauch“, schreibt ein User einen Beitrag der Influencerin. Eine Aussage, die Ina Maria Schnitzer stark getroffen hat. „Ich verstehe das gerade gar nicht“, berichtet sie in ihrer Story, „Es ist so heftig.“
Der Vorwurf, dass sich schwangere Frauen schonen müssten, um ihr Baby zu „beschützen“, besorgt auch Gynäkologin Judith Bildau. Im Gespräch mit RTL erklärt die Expertin, welche Auswirkungen Workouts in der Schwangerschaft haben können: vor allem gute! Denn: „Grundsätzlich ist gegen Sport in der Schwangerschaft überhaupt nichts einzuwenden. Ganz im Gegenteil! Körperliche Bewegung tut sowohl der Schwangeren, als auch dem Ungeborenen gut, besonders an der frischen Luft.“ Bildau empfiehlt zum Beispiel Laufen, Schwimmen oder Yoga. Das könne präventiv gegen Bluthochdruck und starke Gewichtszunahme wirken. Wichtig aber trotzdem: „Voraussetzung ist natürlich immer, dass es die werdende Mutter gesund ist und es kein Risiko für eine Frühgeburt gibt.“
Gynäkologin Judith Bildau erklärt, wann Vorsicht geboten ist
Bisher sagte Ina nichts über die Gründe für den Tod ihrer Tochter Ellah. Jetzt erklärt sie kurz: „Sie hatte eine Krankheit.“ Und bittet ihre Fans um Verständnis dafür, „dass ich auch nicht genau sagen möchte, was die Krankheit war.“ Die Fitness-Influencerin betont: „Ich habe jetzt hier nicht 200 Kilogramm Deadlifts gemacht. Kann ich auch gar nicht“, so Ina. „Jede Frau weiß schon, was sie tut. Und ich habe mich garantiert nicht übernommen in meiner Schwangerschaft.“
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Eine Aussage, die die Gynäkologin unterstützt. Bildau erklärt, dass nicht alle Sportarten in der Schwangerschaft geeignet wären. „Solche mit hoher Sturzgefahr, wie zum Beispiel Skifahren oder Klettern, und mit großem Verletzungsrisiko, wie unter anderem Kampfsport, sollten Schwangere vermeiden.“ Und auch bei Problemen wie „Blutungen, Verkürzung des Gebärmutterhalses oder frühzeitige Wehen“ sei körperliches Schonen der sportlichen Aktivität vorzuziehen. Trotzdem sei vor allem wichtig, dass Schwangere auf ihren eigenen Körper hören „und ihm vertrauen“! „Ganz egal, was es ist, liegen keine Risikofaktoren vor, ist körperliche Bewegung in der Schwangerschaft absolut zu empfehlen!“
Ina Schnitzer erhält Unterstützung ihrer Fans: "Wie kannst du so etwas sagen?"
Nach dem verletzenden Angriff des Users erhält Ina Maria Schnitzer vom Großteil ihrer Fans weiter viel Zuspruch. Nachdem sie sich selbst verteidigen musste, schreiten auch ihre Follower für sie ein. „Echt jetzt?? In dieser Situation…“ und „Wie kannst du so etwas hier formulieren. Dieser Ort sollte ihr Safe-Space sein“, antworten andere User.
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Gynäkologin Judith Bildau besorgt vor allem, dass „so viele Fehlinformationen kursieren“. „Ich hoffe sehr, dass Ina in dieser schweren Zeit ganz viel Liebe und Unterstützung von ihrer Familie und ihren Freunden erfährt. Für Eltern von Sternenkindern gibt es außerdem Selbsthilfegruppen, die dabei helfen können, den Schmerz zu verarbeiten.“ Und auch Ina Maria Schnitzer geht entschieden mit dem angreifenden Kommentar um: „Sowas hat hier keinen Platz.“

