Nach fast sechs Jahren Sanierung

Marine bekommt Schulschiff "Gorch Fock" zurück

Segelschulschiff "Gorch Fock".
Segelschulschiff "Gorch Fock".
© dpa, Sina Schuldt, ssd wst fko nic

30. September 2021 - 7:43 Uhr

In Wilhelmshaven: Werft übergibt Dreimaster an den Auftraggeber

Nach fast sechs Jahren bekommt die deutsche Marine ihr runderneuertes Segelschulschiff "Gorch Fock" zurück. In Wilhelmshaven übergibt die Bremer Lürssen-Werft den Dreimaster an den Auftraggeber. Die "Gorch Fock" soll Marineangaben zufolge nachmittags in Richtung Nordsee auslaufen. Am kommenden Montag (4.10.) wird sie in ihrem Heimathafen Kiel zurückerwartet.

Finanzielle Unregelmäßigkeiten

Im Dezember 2015 hatte die Instandsetzung der 1958 gebauten Bark begonnen. Die Kosten überstiegen rasch die geplanten 10 Millionen Euro und erreichten schließlich 135 Millionen Euro, es musste mehr erneuert werden als erwartet. Außerdem gab es finanzielle Unregelmäßigkeiten beim ersten Auftragnehmer - der Elsflether Werft. Im Februar 2019 musste sie Insolvenz anmelden.

Erste Probefahrt endete mit Panne

Anfang September wollte die Crew alle Pannen endlich hinter sich lassen und zu einer ersten Probefahrt aufbrechen. Doch die Testfahrt auf der Weser und der Nordsee musste vorzeitig beendet werden – ein Defekt ließ das sanierte Schiff nicht weit kommen. In der vergangenen Woche brach die "Gorch Fock" dann zur zweiten Testfahrt auf, dieses Mal erfolgreich.

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Ausbildung für Offiziersanwärter- und Anwärterinnen im seemännischen Handwerk

Auf dem Schulschiff bildet die Marine ihre Offiziersanwärter- und Anwärterinnen im seemännischen Handwerk aus. Im Oktober soll erst die Stammbesatzung der "Gorch Fock" auf der Ostsee trainieren. Auf den Kanarischen Inseln sollen im Januar die ersten Kadetten an Bord gehen. (dpa/rri)