Im Podcast "heute wichtig"

Elf Jahre Gerichtsstreit um Julian Assange: Wird der Wikileaks-Gründer an die USA ausgeliefert? 

Prozess um US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Assange
Prozess um US-Auslieferungsantrag für Wikileaks-Gründer Assange
© dpa, Facundo Arrizabalaga, fa jak cul jai hjb dul

27. Oktober 2021 - 6:00 Uhr

USA wollen Julian Assange den Prozess machen

Ein Gericht in London befasst sich mal wieder mit Julian Assange – dem Gründer von Wikileaks. Am Royal Courts of Justice soll am Mittwoch das Berufungsverfahren beginnen, in dem die USA die bisherige Entscheidung der britischen Justiz anfechten und weiter um die Auslieferung Assanges kämpfen wollen. Die US-Justiz will dem 50-jährigen Australier wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Ihm drohen in den USA bis zu 175 Jahre Haft.

Elf Jahre Streit um Auslieferung von Assange

Assange ist unter anderem dafür verantwortlich, dass Wikileaks 2010 Hunderttausende von Dokumenten veröffentlicht hat, die zum Beispiel geheime Aktivitäten der USA im Irak und in Afghanistan gezeigt haben. Oder auch dafür, dass 2015 enthüllt wurde, dass selbst Staatschefs wie Angela Merkel von den USA abgehört werden. Dennoch ist Wikileaks und auch Assange selbst alles andere als unumstritten. Im Podcast "heute wichtig" werden elf Jahre Gerichtsstreitigkeiten verständlich zusammengefasst.

Außerdem im Podcast: Was Sie über die Kryptowährung Bitcoins wissen müssen

Wie funktioniert eigentlich das System Bitcoin und wie sicher ist diese digitale Währung? Im Gespräch mit Michel Abdollahi sagt Prof. Philipp Sandner im Podcast "heute wichtig": "Mit Glücksspiel hat das nichts zu tun". Sandner leitet das Blockchain Center an der Frankfurt School of Finance & Management und ist überzeugt, dass der Bitcoin uns in den nächsten Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten erhalten bleibt. "Es wird nicht mehr als 21 Millionen Bitcoins geben und wenn man verstanden hat, was diese digitale Knappheit ausmacht, [...] kommt man zu dem Ergebnis: es könnte so etwas werden, wie digitales Gold."

Die Kryptowährung ist für viele schwer zu begreifen, da sich alles digital abspielt. Doch genau das ist der Vorteil, ist sich Prof. Sandner sicher: "Bitcoin ist dezentral, das heißt Bitcoin ist ein Protokoll, ein Computerprogramm, was auf Zehntausenden von Rechenknoten weltweit läuft. Dementsprechend hat es keine zentrale Instanz, keine ladungsfähige Anschrift, keine Firma, keine Stiftung, nichts, sondern es ist dezentral, pure Technologie. Und deswegen gelang es bisher niemandem, den Bitcoin in irgendeiner Weise abzuschalten."

Natürlich sollte man sich, wie bei jeder Anlage, gut informieren und den Markt beobachten. Ein Tipp vom Experten: Einfach mal mit 20 bis 50 Euro anfangen und ein Gefühl für den Bitcoin bekommen – und dann kann man zusätzlich zu möglichen anderen Anlagen auch Bitcoins kaufen.

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© REUTERS, EDGAR SU, /FW1F/Himani Sarkar

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