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Darum lässt sich Claudia Hartmann (54) nicht gegen Corona impfen

Wer sich als Impfskeptiker outet, wird nicht selten zu den Corona-Leugnern oder anderen Schwurblern gezählt.
Wer sich als Impfskeptiker outet, wird nicht selten zu den Corona-Leugnern oder anderen Schwurblern gezählt.
© dpa, Fabian Sommer, som sab vco

18. Oktober 2021 - 6:00 Uhr

Ist jeder Impfskeptiker gleich ein Querdenker?

Wer sich als Impfskeptiker outet, wird nicht selten zu den Corona-Leugnern oder anderen Schwurblern gezählt. Doch ist es wirklich so einfach? Ist, wer sich nicht impfen lassen will, wirklich immer ein Querdenker? Oder kann es auch andere, rationale Gründe dafür geben? Eine Ungeimpfte gibt überraschende Einsichten.

Claudia Hartmann (54) will sich nicht impfen lassen

Claudia Hartmann ist 54 Jahre alt, Mutter, arbeitet in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge, kommt aus der Mitte der Gesellschaft und sagt: ich lasse mich nicht impfen. Im Gespräch mit "heute wichtig"-Host Michel Abdollahi begründet sie auch ihre konsequente Ablehnung: "Ich habe eine 26-jährige Tochter und die ist mit anderthalb Jahren sehr sehr schwer erkrankt nach einer Impfung und das hat mich dazu bewegt, mich tiefer mit dem Thema zu beschäftigen und zu der Entscheidung geführt, dass ich mich gar nicht mehr impfen lasse."

Ganz wichtig ist Claudia Hartmann, dass sie nichts mit Querdenkern und Corona-Leugnern zu tun hat: "Ich möchte mich ganz stark davon entfernen, dass ich irgendwie in Richtung Verschwörungstheorie unterwegs bin. Das ist überhaupt nicht mein Anliegen." Sie ist der Meinung, dass ihr gesunder und fitter Körper mit einer möglichen Covid-Erkrankung gut zurechtkommen würde. Das Risiko, durch eine Impfung geschädigt zu werden, sieht sie für sich selbst als deutlich größer an.

Außerdem erklärt der Ressortleiter Wissen beim "stern", Christoph Koch, dass durch Studien festgestellt wurde, wie groß der Nutzen einer Impfung ist und wie gering das Risiko.

Staat mit fast 100% Impfquote

In der Elbphilharmonie, beim Shoppen am verkaufsoffenen Sonntag oder gegen Freigetränke in einer Bar. Deutschland wird immer kreativer, wenn es darum geht, Menschen für eine Corona-Impfung zu gewinnen. Jede Nachkommastelle wird als Erfolg gewertet, denn so richtig voran geht die Impfkampagne gerade nicht mehr.

Anders als auf der Pazifikinsel Palau. Das Rote Kreuz meldete jetzt die Insel habe eine Impfquote von 99 Prozent. Zwar leben nur rund 16.000 Menschen über zwölf Jahren auf der Insel, dennoch sieht es in anderen Inselstaaten ähnlicher Größe deutlich schlechter aus.

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