Von Border Collie bis Bulldogge

Hundeintelligenz: Das sind die fünf klügsten und die fünf dümmsten Hunderassen

Die Englische Bulldogge ist nicht gerade ein helles Köpfchen. Welche Hunde noch zu den dümmsten Hunderassen zählen und welche zu den schlausten, erfahren Sie hier.
Die Englische Bulldogge ist nicht gerade ein helles Köpfchen. Welche Hunde noch zu den dümmsten Hunderassen zählen und welche zu den schlausten, erfahren Sie hier.
© dpa, Jens Kalaene

21. Oktober 2021 - 15:00 Uhr

Welche Hunde sind tierische Einsteins - und welche eher das Gegenteil?

Nicht alle Hunde sind gleichermaßen intelligent. Der Psychologe und Hundeforscher Stanley Coren hat ein Ranking der Hunderassen von intelligent bis dumm zusammengestellt. Für die Einteilung hat der Forscher die Arbeits- und Gehorsamsintelligenz der Tiere getestet und bewertet. Wir verraten Ihnen, welche Hunderassen ganz oben und welche ganz unten im Ranking stehen.

Intelligenz von Hunden lässt sich nicht so leicht messen

Vorweg sei gesagt: Die Intelligenz von Hunden ist, ähnlich wie bei Menschen, gar nicht so leicht zu bewerten. Tierforscher neigen oft dazu, die Schlauheit der Vierbeiner unter unfairen Bedingungen zu bewerten, wenn sie die Intelligenz nur auf ein Merkmal beschränken. Auch wenn ein Hund Befehle nicht so schnell lernt, kann er zum Beispiel über eine ausgeprägte Fähigkeit zum selbst Entdecken oder über eine große soziale Intelligenz verfügen.

Der Psychologe Stanley Coren beschrieb daher schon in den 90ern, dass es bei Hunden hauptsächlich auf die adaptive Intelligenz (die Fähigkeit, Dinge selbst herauszufinden), die arbeitende Intelligenz (die Fähigkeit, Befehle zu befolgen) und die instinktive Intelligenz (angeborene Fähigkeiten) ankommt. Außerdem sind da noch die soziale Intelligenz, die räumliche Intelligenz und einiges mehr.

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Das sind die 5 intelligentesten Hunderassen

Woran erkennt man nun also, ob ein Hund eine helle Leuchte ist oder eher nicht zu den Genies in der Tierwelt gehört? "Dumme" Hunde per se gibt es natürlich nicht, doch Stanley Coren verwendete die Arbeitsintelligenz und die Gehorsamkeitsintelligenz als Maßstab für eine Umfrage unter 199 Kampfrichtern für gehorsame Hunde – mit erstaunlich einheitlichen Ergebnissen!

Diese Hunde haben in der Intelligenz-Studie am besten abgeschnitten:

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1. Der Border Collie

Der Border Collie schneidet in der Intelligenz-Studie super ab.
Von Forscher Stanley Coren zum klügsten Hund gekürt: der Border Collie.
© Getty Images/iStockphoto, happyborder

Auf Platz 1 landete der Border Collie. Diese Hunderasse ist sehr aufmerksam, anhänglich und anpassungsfähig. Außerdem ist der Border Collie sehr lernfreudig.

2. Der Pudel

Pudel zeichnen sich durch hohe Lern- und Dressurfähigkeit aus.
Der Pudel wird oft auf dein Aussehen reduziert - dabei hat er einiges im Köpfchen.
© picture alliance

Platz 2 belegt der Pudel. Diese Rasse war ursprünglich auf die Jagd im Wasser spezialisiert, wovon sich auch ihr Name Pudel (von altdeutsch puddeln - im Wasser planschen) ableitet. Pudel gelten als sehr lebhafte Tiere. Sie zeichnen sich durch eine hohe Lern- und Dressurfähigkeit aus. Zudem gelten Pudel als sehr treue und loyale Hunde.

3. Der Deutsche Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund wird oft als Polizeihund eingesetzt.
Der Schäferhund ist laut dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) der beliebteste Hund in Deutschland.
© dpa, Stefan Puchner

Platz 3 im Intelligenzranking belegt der Deutsche Schäferhund. Diese Tiere werden oft als Polizeihunde eingesetzt. Auch als Wach- oder Rettungshunde sind Schäferhunde sehr beliebt. Prädestiniert dafür sind sie vor allem wegen ihrer Nervenstärke und ihres ausgeglichenen Charakters.

4. Der Golden Retriever

Golden Retriever sind tolle Schnüffler.
Golden Retriever sind überaus beliebte Familienhunde.
© picture alliance

Der Golden Retriever gehört zu den klassischen Apportierhunden und belegt im Ranking den 4. Platz. Der Golden Retriever ist vor allem als Familienhund beliebt. Diese Hunderasse gilt als unbestechlicher Schnüffler, was ihn für den Zoll und die Drogenfahndung prädestiniert. Auch bei der Suche nach Lawinen- oder Erdbebenopfern kommt er häufig zum Einsatz.

5. Der Dobermann

Großer Dobermann steht an der Leine auf einem Weg
Der Dobermann kann wegen seiner äußeren Erscheinung, vor allem seiner Größe, sehr einschüchternd wirken. Man kann ihn aber sehr gut erziehen und ausbilden.
© iStockphoto

Platz 5 der klügsten Hunderassen geht an den ursprünglich aus Deutschland stammenden Dobermann. Er wird oft als Diensthund bei der Polizei oder am Zoll oder aber als Rettungshund eingesetzt. Dobermänner gelten als friedfertig und sind daher auch als Familienhunde geeignet. Nichtsdestotrotz können sie durchgreifen, wenn es die Situation erfordert und sie oder ihre Halter angegriffen werden.

Das sind die 5 dümmsten Hunderassen

Am unteren Ende des Intelligenzrankings stehen hingegen Hunde, die unter anderem in Sachen Gehorsamkeit und Lernfähigkeit eine eher schlechte Figur machen. Natürlich haben einzelne Hunde innerhalb der Rassen ihre individuellen Wesenszüge und es kann immer Ausnahmen geben. Im Allgemeinen schneiden laut Stanley Coren jedoch diese 5 Rassen am schlechtesten ab:

1. Der afghanische Windhund gilt als schwer erziehbar

Afghanischer Windhunde sind sehr schwer zu erziehen..
Der afghanische Windhund belegt Platz 1 im Ranking der dümmsten Hunde.
© iStockphoto, Henrique NDR Martins

Der Afghanische Windhund ist laut der Untersuchung von Stanley Coren der dümmste Hund. Er gilt als Einzelgänger und ist sehr eigenwillig, was seine Erziehung erschwert. Hundehalter eines Afghanischen Windhundes werden sehr viel Geduld brauchen.

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2. Der Basenji ist ein echter Dickkopf

Die Hunde entsprechen vom Typ her Basenji Hunden. Ihr Markenzeichen ist die faltige Stirn
Basenjis sind echte Dickköpfe - hier brauchen Herrchen oder Frauchen Geduld.

Platz 2 der dümmsten Hunde geht an den Basenji. Diese Hunderasse gilt als sehr temperamentvoll und benötigt viel Auslauf. Außerdem sind Basenjis bekannt für ihren Dickkopf. Daher könnte ihre Erziehung für Herrchen oder Frauchen zur Geduldsprobe werden.

3. Die Englische Bulldogge wird schnell aggressiv

Die englische Bulldogge kann schnell aggressiv werden.
Englische Bulldoggen wirken oft schwerfällig, können aber schnell zu echten Rowdys werden.
© dpa, Z5456 Arno Burgi

Die Englische Bulldogge belegt den dritten Platz im Ranking der dümmsten Hunde. Dem Körperbau und der Schnauze dieser Hunderasse sieht man leicht an, dass die Tiere ursprünglich als Kampfhunde gezüchtet wurden. Auch wenn sie oftmals eher ruhig und gemütlich wirken, können sie schnell aggressiv werden, wenn man sie reizt oder wenn sie sich angegriffen fühlen.

4. Der Chow Chow - treu aber doof

Chow Chows sind treu aber nicht sehr intelligent.
Chow Chows sind zwar ruhig und treu - aber auch nicht besonders intelligent.
© imago images/blickwinkel, imago stock&people via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Anders der Chow Chow, der auf Platz 4 gelandet ist. Diese Hunderasse zählt zur Familie der asiatischen Spitze. Die blaue Zunge sowie die blaugefärbten Lefzen sind charakteristisch für die als besonders ruhig und treu geltenenden Chow Chows.
Chow Chows sind echte Dickköpfe und wollen der Anführer in jedem Rudel sein. Setzen Sie sich als Besitzer durch und zeigen Sie, wer das wahre Alphatier ist. Da sie nicht gerne gehorchen werden Chow Chows als nicht besonders intelligent eingestuft.

5. Der Borsoi ist ein liebenswerter Begleiter

Der russische Borsoi lernt nur langsam dazu.
Der russische Borsoi gilt als sehr liebenswürdig, lernt aber nur langsam dazu.
© iStockphoto

Der Borsoi - oder auch Russischer Windhund genannt - belegt den fünften Platz im Ranking der dümmsten Hunderassen. In seiner Heimat Russland wurde der Borsoi ursprünglich bei der Zobel- und Fuchsjagd eingesetzt. Er gilt als ruhig und liebenswürdig.

Letztendlich ist es aber natürlich egal, wie intelligent ein Hund laut Forschern zu sein scheint – solange Herrchen oder Frauchen und Vierbeiner sich verstehen, rücken Intelligenztests schnell in den Hintergrund.