Horror-Attacke in Texas

Hunde zerfleischen Studentin das Gesicht - warum sie trotzdem weiter mit Tieren arbeiten will

acqueline Durand und ihre Retter
US-Studentin Jacqueline Durand trifft ihre Lebensretter von Feuerwehr und Polizei nacht Wochen im Krankenhaus wieder. Sie wurde von Hunden angegriffen und schwer verletzt.
Facebook /Coppell Police Department

Es passierte am Tag vor ihrem 22. Geburtstag im Dezember: Die US-Studentin Jacqueline Durand, war von einem Ehepaar aus Dallas im US-Bundesstaat Texas beauftragt worden, auf deren Hunde aufzupassen. Jacqueline ging wie verabredet zum Haus des Paares, öffnete die Tür und wurde im nächsten Moment schon angegriffen. Die beiden großen Mischlingshunde stürzten sich auf die Hundesitterin und verbissen sich in ihrem Gesicht und in ihrem Körper.

Ehepaar aus Dallas engagierte Studentin als Hundesitterin

Die Studentin erzählte in einem Interview mit dem US-Sender CBS, dass sie sich noch erinnert, wie die Hunde sie von der Tür bis ins Wohnzimmer des Hauses schleiften. Sie habe gespürt, wie ihre Haut in Fetzen von ihrem Gesicht hing. „Ich dachte, ich würde sterben“, so die 22-Jährige in dem Interview.

Doch Jacqueline hatte riesiges Glück im Unglück. Weil die Haustür während der Hunde-Attacke offen stehen blieb, ging die Alarmanlage an, wie US-Medien berichten. Das war ihre Rettung. Dramatische Bodycam-Aufnahmen zeigen, was passierte, als die Polizei wenig später am Haus des Ehepaars erschien. Die Einsatzkräfte hatten selbst Schwierigkeiten, die extrem aggressiven Hunde unter Kontrolle zu bringen und zu der schwer verletzten Jacqueline ins Wohnzimmer zu gelangen.

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Hund
Zwei Hunde in Texas haben eine Stundentin angegriffen und fast tot gebissen (Foto: Motivbild)
hcd nwi js, dpa, Hauke-Christian Dittrich

Hunde zerbissen Jacqueline Durand das Gesicht

Dort bot sich der Polizei ein grauenhaftes Bild. Die Hunde waren so wütend auf die junge Frau losgegangen, dass sie ihr alle Kleider vom Leib gerissen hatten, berichtet die „New York Post“. Die Studentin hatte am ganzen Körper Bisswunden und ihr Gesicht war völlig entstellt. Die Hunde hatten ihre Ohren, Nase, Lippen und große Teile des Gesichts zerfleischt. Jacqueline soll bei der Attacke laut dem Bericht Rund ein Drittel ihres Bluts verloren haben.

Als die Sanitäter die Frau endlich aus den Fängen der Hunde befreien und ins Krankenhaus bringen konnten, schwebte sie in höchster Lebensgefahr. Die Ärzte versetzten Jacqueline in ein künstliches Koma, um ihr Leben zu retten. Und tatsächlich: Die Studentin kämpfte sich langsam zurück. Ende Februar schaffte sie es sogar schon wieder, für ein Foto mit ihren Rettern zu posieren.

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Texas: Trotz Attacke träumt Studentin davon, Hundetrainerin zu werden

Auf dem Bild, das das Coppell Police Department bei Facebook postete, steht Jacqueline mit bandagiertem Gesicht und narbenübersäten Beinen zwischen den Einsatzkräften, die ihr das Leben gerettet haben. „Sie musste sich vielen Operationen unterziehen und hat noch einen langen Weg vor sich“, schrieb die Polizei zu dem Foto. „Wir sind so froh, dass du wieder zuhause bist. Du bist so eine wunderschöne Kämpferin und eine Inspiration für uns alle.“

In dem CBS-Interview, zu dem die 22-Jährige im Rollstuhl kam, erzählte sie, dass sie nicht als Opfer, sondern als Beispiel gesehen werden möchte. Darum hat sie auch kein Problem damit, der Öffentlichkeit ihr neues Gesicht zu zeigen, das die Ärzte in mehreren Schweren OPs rekonstruiert haben. Jacqueline sagte dem Sender außerdem, dass sie weiter mit Hunden arbeiten möchte, wenn sie wieder gesund ist. Sie träumt davon, Hundetrainerin zu werden. Sie weiß, dass die Tiere keine Schuld an dem hatten, was ihr passiert ist.

Nach Hunde-Angriff in Texas: Studentin verklagt Besitzer auf Schmerzensgeld

Die Besitzer der Hunde hat sie allerdings auf Schmerzensgeld verklagt. Aus ihrer Sicht hätten sie ihre Tiere besser kennen müssen und ihr als Hundesitterin sagen müssen, wie sie reagieren können, schreibt die „New York Post“. Offenbar wusste das Ehepaar auch, dass die beiden Mischlinge aggressiv auf Fremde an der Tür reagierten. Denn dort soll dem Bericht zufolge ein Schild gehangen haben: „Verrückte Hunde. Bitte nicht klopfen und klingeln. Schreibt uns eine Nachricht oder ruft uns an“. (jgr)