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Hubertus Heil zur Causa Gerhard Schröder: "Ich würde ihm einfach zurufen: Kehr um!“

Arbeitsminister im RTL-Interview

Hubertus Heil zur Causa Gerhard Schröder: "Ich würde ihm einfach zurufen: Kehr um!“

ARCHIV - 06.04.2022, Berlin: Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, sitzt bei einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in einem Besprechungsraum im Bundesministerium für Arbeit und Soziales. (Zu dpa "Heil rechnet mit
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil
bvj pil wst, dpa, Bernd von Jutrczenka

Der Geduldsfaden der SPD-Spitze hat sich in den vergangenen Wochen als ziemlich dehnbar erwiesen, zumindest was Gerhard Schröder angeht. Doch inzwischen fordern einige prominente SPD-Mitglieder Schröders Ausschluss aus der Partei.

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich in „RTL Direkt“ deutlich von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder distanziert.

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"Ich habe für sein Verhalten kein Verständnis“

Was Schröder sage, sei nicht maßgeblich für die SPD und die Bundesregierung, so Heil: „Ich finde das sehr traurig, den ganzen Vorgang, ich habe für sein Verhalten kein Verständnis.“

Er könne sich Schröders Verhalten nicht erklären. Schröder habe sich als Bundeskanzler Verdienste um das Land erworben und gefährde nun sein Ansehen, so Heil weiter: „Ich würde ihm einfach zurufen: Kehr um!“

Esken: Sollten aufhören, ihn als Altkanzler wahrzunehmen

Die Parteivorsitzende Saskia Esken fordert den Altkanzler offen auf, sein Parteibuch abzugeben. So etwas gab es noch nie. „Gerhard Schröder agiert seit vielen Jahren schon als Geschäftsmann und wir sollten damit aufhören, ihn als Elder Statesmen, als Altkanzler wahrzunehmen. Er verdient sein Geld mit der Arbeit für russische Staatsunternehmen“, sagte sie am Montag im Anschluss an eine Sitzung des SPD-Präsidiums in Berlin. Zuvor hatte sie im Deutschlandfunk auf die Frage, ob Schröder aus der Partei austreten sollte, geantwortet: „Das sollte er.“

Ähnlich äußerte sich der Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 15. Mai, Thomas Kutschaty. „Er (Schröder) muss sich entscheiden, will er Putin weiterhin unterstützen oder Mitglied der Sozialdemokratie sein - beides geht nicht miteinander“, sagte er dem Fernsehsender „Welt“. „Das was Gerhard Schröder da gerade macht, ist überhaupt nicht mit sozialdemokratischen Grundsätzen in Einklang zu bringen.“ (eku/dpa)

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