Das soll vor schwerem Covid-Verlauf schützen

Wissenschaftler entdecken entscheidenden Faktor für Corona-Risiko

Joggen könnte vor einem schwerem oder gar tödlichem Corona-Verlauf schützen.
Joggen könnte vor einem schwerem oder gar tödlichem Corona-Verlauf schützen.
© -Sasa-Delic-SD, istockPhoto

30. April 2021 - 9:51 Uhr

Höheres Risiko durch körperliche Inaktivität

Körperlich inaktive Menschen haben ein 2,5-mal höheres Risiko, an Covid-19 zu sterben. Das ist das Ergebnis einer Studie, die im "British Journal of Sports Medicine" veröffentlicht wurde. Im Umkehrschluss heißt das: Bewegung kann einem schweren Verlauf mit möglicherweise tödlichem Ausgang vorbeugen.

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Bewegungsmangel ist größter beeinflussbarer Risikofaktor

Konkret ist das Risiko, an einer Corona-Infektion zu sterben, bei Menschen ohne regelmäßige Bewegung fast 2,5-mal höher als das von Menschen, die mindestens 150 Minuten pro Woche Sport machen. Die Bewegung solle nur so anstrengend sein, dass man dabei nicht singen könne, so Robert Sallis, einer der Autoren der Studie im Spiegel: "aber nicht so schwer, dass man nicht sprechen kann". Sport könne die Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung zwar nicht ersetzen, es sei aber zumindest ein großer Faktor in der Risiko-Minimierung.

Darum schützt Sport vor schweren Krankheitsverläufen

"Moderate Bewegung fördert das Immunsystem", sagen auch die "Bewegungs-Docs" bestehend aus Dr. Melanie Hümmelgen, Dr. Christian Sturm und Dr. Helge Riepenhof im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. "Zu hohe Belastung wie z.B. Marathon überlasten das Immunsystem häufig." Das wisse man aus verschiedensten Untersuchungen. Aber leichter Sport, Bewegung und moderate Anstrengung seien förderlich und helfe, mit Belastungen für unsere Abwehrkräfte besser fertig zu werden. "Also gerade in Zeiten von Virusangst, den sozialen Einschränkungen und damit auch Belastung für Körper und Seele ist die moderate Bewegung ein elementarer Bestandteil davon, was wir für uns tun können."

Das gilt auch für Kinder. Wie Sie Ihre Kinder trotz Lockdown zu mehr Bewegung motivieren, lesen Sie hier.

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Studie: Impfung wirkt bei Sportlern besser

Für die obengenannte Studie wurden Daten von fast 50.000 Menschen ausgewertet. Sie wurden regelmäßig zu ihren sportlichen Aktivitäten befragt. Daraus resultierte das Ergebnis. Der Studie zufolge sei das Risiko auf einen schweren Verlauf mit Krankenhausaufenthalt bei inaktiven Menschen doppelt so hoch wie bei denen der aktivsten befragten Gruppe. Das Risiko, auf der Intensivstation zu landen lag ohne Sport sogar 73 Prozent höher. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Corona-Schutzimpfung bei körperlich aktiven Menschen besser wirkt als bei Nicht-Sportlern.

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