Nach Baerbocks Vorstoß

Höherer Spritpreis? Scholz stellt sich dagegen

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.
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03. Juni 2021 - 13:04 Uhr

Baerbock hatte 16 Cent pro Liter mehr gefordert

Wenn es ums Auto und den Benzinpreis geht, werden die Deutschen ja bekanntlich emotional. Wenig verwunderlich also, dass sich der Benzinpreis gut eignet, um sich im beginnenden Wahlkampf zu positionieren: Nachdem sich Grünen-Chefin Annalena Baerbock für eine Erhöhung ausgesprochen hat, stellt sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz dagegen.

Scholz: Höherer CO2-Preis sorgt nicht für Klimaschutz, sondern für Frust

"Wer jetzt einfach immer weiter an der Spritpreisschraube dreht, der zeigt, wie egal ihm die Nöte der Bürgerinnen und Bürger sind", sagte Scholz der "Bild". Ein immer höherer CO2-Preis sorge "nicht für mehr Klimaschutz, sondern nur für mehr Frust".

Grünen-Chefin Annalena Baerbock war zuvor für eine Benzinpreis-Erhöhung von insgesamt 16 Cent eingetreten. Ein Teil davon sei schon erfolgt: "6 Cent Preiserhöhung gab es jetzt zum Jahresbeginn, weil erstmalig auch ein CO2-Preis auf Benzin eingeführt worden ist. Wir sagen, dass das schrittweise weiter angehoben werden muss auf die 16 Cent, die (ihr Co-Vorsitzender) Robert Habeck erwähnt hat", hatte die designierte Kanzlerkandidatin am Sonntagabend "Bild" gesagt.

Dafür wurde sie bereits von mehreren Seiten kritisiert, unter anderem von den Linken. CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte der "Bild": "Es geht nicht, dass die Preise immer weiter nach oben gehen." FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae forderte gegenüber der Zeitung eine Benzinpreisbremse. (dpa/eku)