16 Cent mehr für den Liter Benzin

Höhere Spritpreise und Tempolimit: Das plant Baerbock

Annalena Baerbock bei einem Wahlkampfauftritt.
Annalena Baerbock bei einem Wahlkampfauftritt.
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01. Juni 2021 - 8:38 Uhr

Das planen die Grünen

Autofahren und Klimaschutz – das passt nicht so richtig gut übereinander: Sollten die Grünen bei der Bundestagswahl stärkste Kraft werden, können sich Autofahrer wohl auf höhere Spritpreise und auch auf ein Tempolimit auf Autobahnen einstellen.

16 Cent mehr und ein Tempolimit

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock strebt nach der Wahl die Erhöhung der Benzinpreise um 16 Cent und die Einführung eines Tempolimits von 130 in Deutschland an. Baerbock begründete die Erhöhung des Benzinpreises am Sonntagabend bei "Bild"-TV mit der neu eingeführten Bepreisung von CO2 im Rahmen des Klimaschutzpakets.

Sechs Cent Preiserhöhung habe es bereits zum Jahresbeginn gegeben, dies müsse nun "schrittweise weiter angehoben werden" um 16 Cent, sagte sie. Baerbock bekräftigte auch die Absicht der Grünen zur Einführung eines Tempolimits von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen. "Wir würden das gerne in der nächsten Bundesregierung einführen", sagte sie. Baerbock verwies auf Studien, die belegten, dass ein solches Tempolimit den Straßenverkehr sicherer machen würde.

"Energiegeld" soll Menschen mit wenig Einkommen entlasten

Die höheren Preise sollen allerdings durch das sogenannte "Energiegeld" abgemildert werden. Menschen mit geringem Einkommen sollen pro Jahr und Kopf eine Zahlung von 75 Euro bekommen. Die Zahlung will die Parteichefin aus den Mehreinnahmen finanzieren, die der Staat durch höhere CO2-Preise erzielt.

Profitieren würden dabei vor allem Familien mit kleinen Wohnungen und wenigen Autos: "Wenn ich in einem sehr, sehr großen Haus wohne und sehr, sehr viele Autos fahre, muss ich am Ende mehr bezahlen", so Baerbock bei einer Wahlkampfveranstaltung in Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt wählt am Sonntag in einer Woche einen neuen Landtag. Den Grünen wurde im Wahlkampf häufig von den anderen Parteien vorgeworfen, die finanziellen Folgen ihrer Klimaschutz-Forderungen für die ländliche Bevölkerung und Geringverdiener zu unterschätzen.

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(dpa/eku)