Tödlicher Badeausflug

10-jähriges Mädchen stirbt durch „gehirnfressende" Amöbe

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18. September 2019 - 11:10 Uhr

Killer-Amöbe: Beim Schwimmen infizierte sich Lily mit dem tödlichen Parasiten

Beim Baden in einem Fluss hatte sich Lily Mae Avant (10) aus Dallas (USA) mit der tödlichen, gehirnfressenden Amöbe Naegleria fowleri infiziert. Ihre Eltern gaben jetzt bekannt, dass das Mädchen am Montag verstorben ist.

Am Montag verstarb Lily an den Folgen der hirnfressenden Amöbe

Lily Avant
Lily Avant verstarb am Montag, wie ihre Familie auf Facebook verkündet.
© Facebook/Loni Yadon

Die zehnjährige Lily Avant ging fast täglich im Brazo River in Texas schwimmen. Nie ist dem Mädchen etwas zugestoßen, wie ihre Cousine Wendy Scott dem TV-Sender "Boston 25 News" schilderte. Doch vor wenigen Tagen fing sich das Mädchen beim Schwimmen den tödlichen Parasiten Naegeria fowleri ein. Wenige Tage später kam sie mit starken Kopfschmerzen und Fieber ins Krankenhaus, Diagnose: Hirnhautentzündung. Lily fiel ins Koma. Obwohl die Überlebenschancen denkbar schlecht waren - von 145 Infektionsfällen in den USA (seit 1962) haben nur vier Menschen überlebt - gab Lilys Familie die Hoffnung nicht auf.

Nun gab ihre Familie auf Facebook bekannt, dass Lily Mae Avant den Kampf verloren und in der Nacht zu Montag gestorben ist: "Es hat sich nun herumgesprochen, dass unsere süße Lily Mae jetzt mit Jesus gegangen ist."

Der tödliche Parasit Naegleria fowleri kommt in warmen Gewässern vor

Laut dem Robert Koch-Institut kann es bereits nach einmaligem Kontakt mit der gefährlichen Amöbe zur Infektion kommen. Wer die Amöbe schluckt, hat nichts zu befürchten. Gelangt der Parasit allerdings in die Nase, kann er sich ins Gehirn fressen und dort lebensgefährliche Entzündungen von Gehirn und Hirnhaut auslösen. Symptome sind starke Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Nackensteifigkeit. Im weiteren Verlauf kommt es zu Halluzinationen. Innerhalb weniger Tage fallen die Betroffenen ins Koma, nach einer Woche endet die Infektion meist tödlich.