Bis zu drei Jahre Haft sind im Gespräch

Hessische Justizministerin will Eltern bestrafen, die ihre Kinder fasten lassen

11. Mai 2019 - 13:14 Uhr

Justizministerin will harte Strafen für Eltern, die ihre Kinder fasten lassen

Es ist Ramadan. In Deutschland sind geschätzt fünf Millionen zur Enthaltsamkeit aufgerufen. Muslime ab der Pubertät sollen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und auch nichts trinken. Nicht mal einen Schluck Wasser. Die hessische Justizministerin will nun Eltern bestrafen, die ihre Kinder fasten lassen. Im Video sagt die Justizministerin, wieso sie das Kinderfasten verbieten möchte. 

Für Kinder gilt das Gebot erst in der Pubertät

Auch immer mehr muslimische Kinder fasten an Ramadan. Schulen beklagen, dass die Schüler unkonzentriert und müde sind. Die hessische Justizministerin will dem Kinderfasten jetzt einen Riegel vorschieben. Sie fordert drastische Strafen für Eltern, die ihre Kinder zum Nahrungsverzicht drängen. Bis zu drei Jahre Haft sind im Gespräch.

Sicher kann Fasten bei Schulkindern gefährlich werden. Sport ohne trinken, Klausuren ohne Essen. Da leidet im besten Fall die Konzentration, im schlimmsten die Gesundheit. Doch die große Frage bleibt: Wie soll bewiesen werden, das Eltern ihre Kinder zum Fasten zwingen? Viele Kleine eifern den Großen nach und wollen angeblich von sich aus hungern. Auch wenn der Koran den Essensverzicht erst für Jugendliche ab der Pubertät vorsieht.