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Ramadan

Der Ramadan ist die jährliche Fastenzeit im Islam. Sie richtet sich nach dem Mondkalender. Abends wird das Fasten gebrochen. Am Ende steht das Zuckerfest.

Ramadan

Der Ramadan ist ein Fastenmonat, den gläubige Muslime feiern. Dabei wird vom Sonnenaufgang am Morgen bis zum Sonnenuntergang am Tagesende nichts gegessen und getrunken. Für das Abendgebet und den Iftar (Abendessen im Ramadan) treffen sich die Familien. Nach Sonnenuntergang bricht man das Fasten täglich wieder. Tradition ist, dabei nahrhafte Datteln anzubieten.

Was im Fastenmonat erlaubt ist und was nicht

Die Pflicht zum Einhalten des Ramadans ergibt sich aus dem Koran. Allerdings spielt auch die persönliche Gesundheit eine Rolle. Die Ramadan-Pflicht gilt nur für Personen, die dazu körperlich und geistig in der Lage sind. Sehr alte oder kranke Menschen, Kinder und körperlich hart Arbeitende sind davon ausgenommen, ebenso schwangere, stillende und menstruierende Frauen. Es besteht für sie die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt zu fasten oder als Ersatz etwas für Bedürftige zu tun. Auch Rauchen und Sex sind im Ramadan nicht gestattet.

Wann genau ist Ramadan?

Der Ramadan fällt nicht jedes Jahr auf das gleiche Datum. Er kann jeweils 29 oder 30 Tage dauern. Den Ausschlag gibt dabei der Mondkalender. Da der neunte Mondmonat im islamischen Mondjahr Ramadan genannt wird, folgt hieraus auch der Name des Fastenmonats. Begonnen wird der Mondmonat jeweils bei Neumond, wenn die erste Sichel des neuen Mondes sichtbar ist. Durch den natürlichen Zyklus des Mondes verschiebt sich der Ramadan immer wieder und kann daher zu unterschiedlichen Zeiten stattfinden, was sich wiederum auf Sonnenauf- und Untergang und die Essenszeiten auswirkt.

Das Zuckerfest am Ende des Ramadan

Am Ende der Ramadan-Zeit steht das sogenannte Zuckerfest. Dies ist der höchste islamische Feiertag (Eid al-Fitr). Das Fest kann bis zu drei Tage dauern, je nach Region. Häufig bekommen Kinder Süßigkeiten geschenkt. Das Zuckerfest symbolisiert den Genuss nach dem Verzicht. Gleichzeitig ist man stolz darauf, die Mühen im Namen Allahs gemeistert zu haben. Zum speziellen Zuckerfest-Gebet kleiden sich die Muslime feierlich und gehen zum Beten in die Moschee. Spenden sind damit ebenso verbunden. Die Ramadan-Festtage werden traditionell mit Familienmitgliedern und Freunden verbracht.