Mehr Sicherheit?

Gewerkschaft fordert Corona-Testpflicht für Kita-Kinder

Corona-Selbsttests für Kitakinder
Corona-Selbsttests für Kitakinder
© dpa, Friso Gentsch, frg tba

14. April 2021 - 15:15 Uhr

Kindgerechte Tests, zweimal die Woche

Die Gewerkschaft GEW fordert, die Corona-Testpflicht auf Kita-Kinder auszuweiten. Das sei wegen der Corona-Entwicklung sowohl im Sinne des Gesundheitsschutzes der Kinder und deren Eltern als auch der Beschäftigten, sagt die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Birgit Koch. Die Tests sollten zweimal die Woche und kindgerechte erfolgen. Es zeichne sich ab, dass Gurgel-, Spuck- und Lolly-Tests dafür geeignet seien.

Die Tests sollten zu Hause von den Eltern durchgeführt werden, sagt Koch. Ein negatives Testergebnis könne dann schriftlich bestätigt und dem Kitapersonal vorgelegt werden. Keinesfalls sollten die Kitabeschäftigten selbst die Tests durchführen. Die Erzieherinnen arbeiteten schon lange am Limit.

Bislang gilt Corona-Testpflicht für hessische Schüler - noch nicht für Kita-Kinder

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die Testpflicht für die Schulen in Hessen für nach den Osterferien ab kommendem Montag (19. April) angeordnet. Zweimal pro Woche sollen sich Lehrer und Schüler testen lassen. Auch in den Kitas werde es weiterhin ein regelmäßiges Testangebot für die Erzieherinnen geben, hatte der Minister angekündigt. Die kleinen Kinder sollten aber von Testungen weiter ausgenommen werden.

Lorz hatte festgelegt, dass Schüler und Lehrer für den Testnachweis zwischen zwei Varianten wählen können: Dem kostenfreien Bürgertest außerhalb der Schule oder den ebenfalls kostenfreien Selbsttest, der den Schulen vom Land zur Verfügung gestellt wird. Akzeptiert werden auch Nachweise, die mit zeitlichem Bezug auf den Beginn des jeweiligen Schultages nicht älter als 72 Stunden sind. Alle Schüler, die keinen Test vorweisen können oder diesen nicht in der Schule machen, müssen zu Hause im Distanzunterricht lernen.

Quelle: DPA

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